Preisgeld | 17. Mai 2017, 9:08 Uhr 10.000 Euro für Biogas-Innovation

DBFZ-Wissenschaftler Mathias Stur gewinnt den 10. Biogas-Innovationspreis der Deutschen Landwirtschaft 2017. Der Preis wird jährlich für wegweisende Forschungsarbeiten vergeben.

Mathias Stur (l.) und Horst Seide, Präsident Fachverband Biogas

Mathias Stur (l.) und Horst Seide, Präsident Fachverband Biogas

Foto: DBFZ

Das beim diesjährigen 10. Biogas-Innovationskongress in Osnabrück vorgestellte Forschungsvorhaben "ManBio" (FKZ: 03KB094A) stellte insbesondere auf die technische Verbesserung von Systemen zur Gasspeicherung sowie die Einbindung in das Prozessleitsystem der Biogasanlage ab. In seinem Vortrag legte der Preisträger Mathias Stur (DBFZ-Forschungsbereich "Biochemische Konversion") dar, dass durch eine Analyse der technischen Gegebenheiten, einer individuellen Bestandsaufnahme des Anlagenbetriebes sowie der Ableitung geeigneter Maßnahmen bereits ohne Zuhilfenahme von Zusatzkomponenten eine deutliche Verbesserung des Gasmanagements erzielt werden kann. Das Vorhaben "ManBio" wurde im Februar 2017 abgeschlossen.

Erprobung im Dauerbetrieb

Das Vorhaben wurde vom DBFZ zusammen mit der Awite Bioenergie GmbH bearbeitet und beinhaltete als Grundlage eine technische Analyse der gebräuchlichen Systeme und der wesentlichen Einflussfaktoren im Betrieb von Gasspeichersystemen. Darauf aufbauend wurden verschiedene Füllstandsmesssysteme untersucht, modifiziert und in die Anlagenautomatisierung integriert. Um den Gasspeicherfüllstand vorausschauend steuern zu können, wurden die Einflussgrößen (u.a. Temperatur, Windstärke, Solarstrahlung) auf die verfügbaren Gasspeicherkapazität in einem Modell abgebildet. Auf Basis von Wetterprognosen sind damit Empfehlung zur vorausschauenden Anpassung des Fütterungs- oder Verstromungsregimes zur Vermeidung von Unter-/ Überproduktionen möglich. Die technische Umsetzung und Erprobung im Dauerbetrieb wurde an der Forschungsbiogasanlage des DBFZ und an einer weiteren Biogasanlage des Praxispartners realisiert. Abschließend konnten unter Bezugnahme ökologischer und ökonomischer Bewertungen Handlungsempfehlungen für den praktischen Anlagenbetrieb aufgezeigt werde. (az)
 

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