Eiweißbedarf | 1. September 2015, 13:32 Uhr Algen und Insekten für Tiere und Menschen

In einem neuen Promotionsprogramm der Universität Göttingen stehen alternative Proteinquellen zu Fleisch und Soja im Mittelpunkt. Ziel ist unter anderem, den Anteil von importiertem Soja im Tierfutter zu reduzieren.

Für die Lebensmittel untersuchen die Wissenschaftler, inwiefern Eiweiß auf Algenbasis direkt in der menschlichen Ernährung eingesetzt werden kann. In der Tierernährung könnten Proteine auf Algen- oder Insektenbasis den – meist gentechnisch veränderten – Anteil von importiertem Soja im Tierfutter erheblich reduzieren. Langfristiges Ziel der Forschung sind Produkte, die von allen Beteiligten der Wertschöpfungskette als eine Alternative zu herkömmlichen Eiweißquellen betrachtet werden.

„Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt eine Ernährung ohne Fleisch und tierische Produkte ab“, erläutert Prof. Dr. Ludwig Theuvsen vom Fachbereich für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen. Deshalb müsse geklärt werden, ob und wie ein nachhaltigerer Konsum von Lebensmitteln möglich ist.

Das Promotionsprogramm ist an das dreijährige Forschungsprojekt „Sustainability Transitions in der Lebensmittelproduktion: Alternative Proteinquellen in soziotechnischer Perspektive“ an der Universität Göttingen gekoppelt. Weitere Projektpartner im Promotionsprogramm sind die Universität Vechta, das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik in Quakenbrück und das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung in Hannover. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert das Programm mit insgesamt knapp 1,9 Mio. €. (az)
 

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