Forschung | 8. August 2017, 15:58 Uhr Bio-Farbstoffe für Futtermittelhersteller

Farbstoffe und Proteine, die die Industrie weiterverwenden kann, wollen Forscher aus der Biomasse von Mikroalgen gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen schließen sich Institute zusammen.

Der neue Verbund "Emibex" arbeitet künftig auf dem Gebiet der Mikroalgenforschung zusammen. Dazu gehören die Hochschule Anhalt, das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse in Leuna und das Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg. Die Wissenschaftler wollen biologische Farbstoffe und Proteine aus Mikroalgenbiomasse herstellen. Die Produkte sollen die Nachfrage aus der Pharma-, Nahrungs- und Futtermittelindustrie nach ökologischen Alternativen decken.

Um Algenmasse herzustellen, braucht es nicht viel. Als Zutaten dienen Sonnenlicht, Kohlendioxid und organische Nährstoffe. Die Forscher suchen verwendbare Algenstämme, versuchen diese im Freiland zu kultivieren und sie erstellen Modelle, um den Prozess sowohl ökologisch als auch ökonomisch zu optimieren. Am Ende sollen die Produkte kosteneffizient aus der Biomasse extrahiert werden. Das Verbundvorhaben wird über 2,5 Jahre mit 1,2 Mio. € aus dem europäischen Struktur- und Investitionsfond (EFRE) gefördert. (has)
 

Anmelden

Noch nicht registriert?

Sie sind (Probe-)Abonnent haben sich aber noch nicht für 'agrarzeitung | online' freigeschaltet? In diesem Fall registrieren Sie sich bitte neu, damit Sie das volle Aboangebot nutzen können.

Proberodungen

Hohe Rübenernte am Horizont

Von einer Rekordernte wollen die Strube-Fachleute noch nicht generell sprechen. Mancherorts gehen sie aber davon aus, dass es so viele Rüben gibt wie 2014. Dazu können Landwirte selbst noch beisteuern.