Pflanzenernährung | 15. August 2017, 16:38 Uhr Dresdner entwickeln Biodünger aus Klee

Wissenschaftler der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden haben einen nachhaltigen Stickstoffdünger entwickelt. Die Pellets aus Rot- und Weißklee sind bald im Handel verfügbar.

Für die Entwicklung dieses neuen Stickstoffdüngers haben die Wissenschaftler Klee direkt nach der Ernte getrocknet und zu Pellets verarbeitet. In Feldversuchen zeigte sich, dass der Stickstoffbedarf von beispielsweise Spinat vollständig gedeckt werden konnte. Auch die Versorgung mit allen weiteren Makro- und Mikronährstoffen war sichergestellt. Die Düngewirkung ist nach Aussagen der Forscher vergleichbar mit der von Hornmehl, das im Ökolandbau als Handelsdünger bewährt ist.

Ein Start-up-Unternehmen stellt die Pellets nun her und wird sie noch in diesem Jahr unter dem Namen „KleePura“ im Bio-Einzelhandel und im Internet vertreiben. Das Produkt soll zunächst im ökologischen Gemüsebau zur Anwendung kommen. Die verfügbaren ökologischen Dünger sind oft nicht ausreichend, weshalb Ökolandwirte zugelassene Reststoffe aus der konventionellen Landwirtschaft einsetzen.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat die dreijährige Studie im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) gefördert. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betreute die Forschungsarbeiten als Projektträger. (az)
 

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