Smarte Datenauswertung | 28. Juli 2017, 16:26 Uhr Effizienter wirtschaften dank Kooperation

Die eigenen Daten zu managen ist schwierig, weil hochtechnologisierten Betrieben immer mehr davon anfällt. Ein Forschungsprojekt arbeitet daran, die Nutzung und Auswertung von Maschinen- und Softwaredaten zu erleichtern.

Wie lässt sich die Arbeit auf dem Betrieb effizienter gestalten? Unter dem Titel smarte Daten, smarte Dienste (SDSD) startet ein Forschungsprojekt einiger Landtechnik-Hersteller. Hintergrund des Projekts sind Klagen von Landwirten und Lohnunternehmern über eingeschränkten Datenfluss zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller. Projekt SDSD soll eine Speicher- und Dienste-Lösung entwicklet werden, die sich an die Datendrehscheibe der DKE-Data GmbH & Co. KG andockt.

Drehscheibe für effizientere Bewirtschaftung

Seit 2014 arbeitet die DKE-Data mit zehn Herstellern landwirtschaftlicher Maschinen gemeinsam an einer Daten-Drehscheibe, mit der die Daten von Maschinen und Software-Anwendungen entsprechend der vom Landwirt gesetzten Regeln transportiert werden können. Diese ausgetauschten Daten können dann mittels intelligenter Algorithmen und Dienste so aufbereitet werden, dass sie eine effizientere Bewirtschaftung ermöglichen, sagen die Hersteller.

Nur Besitzer der Daten kann sie freigeben

Beispielsweise könne ein Landwirt die Kontur-Daten eines Feldes freigeben, um einen Lohnunternehmer dorthin zu navigieren und um auf mögliche versteckte Hindernisse auf dem Feld hinzuweisen. Oder aber ein Lohnunternehmen könne die Ertragsdaten eines Feldes freigeben, damit der Landwirt diese entsprechend dokumentieren kann. In puncto Datenschutz versichern die Hersteller: Die Freigabe der Daten kann nur über den jeweiligen Besitzer erfolgen; die Überlieferung der Daten via SDSD-Plattform erfolgt dann ausschließlich an den dort definierten Empfänger.

Partner aus Industrie und Wissenschaft

Am Forschungsprojekt sind AGCO, Grimme, Deutz-Fahr, Krone, Müller-Elektronik, CCI (Competence Center ISOBUS) und DKE-Data (Datenmanagement) beteiligt. Forschungspartner sind die Hochschule Osnabrück und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Darüber hinaus beteiligen sich zehn verschiedene Unterstützer aus den Bereichen Landtechnik, Verbände und Software.

Förderung durch Bundeslandwirtschaftsministerium

Für das Projekt wird ein finanzielles Gesamtvolumen von rund 4 Mio. € veranschlagt. Die Förderung in Höhe von rund 2 Mio. € erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BLE). Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung; die Laufzeit ist auf drei Jahre festgelegt. (has)
 

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