Strube Research | 15. Februar 2017, 15:37 Uhr Pflanzenkrankheiten auf der Spur

Ein von einem Forschungsteam entwickelter Hyperspektral-Scanner analysiert den Stoffwechsel von Pflanzen. Krankheiten können so früher erkannt werden.

Nur gesunde Pflanzen bringen hohe Erträge mit bester Qualität. Die richtige und vor allem rechtzeitige Diagnose kann mit bloßem Auge jedoch oft erst getroffen werden, wenn die Pflanze bereits deutliche Symptome zeigt. Dr. Sandra Fischer von der Strube Research entwickelte gemeinsam mit Dr. Andreas Backhaus und Prof. Udo Seiffert vom Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) sowie Dr. Jessica Knüfer einen neuartigen Pflanzenscanner, der mithilfe einer Hyperspektralmessung Krankheiten erkennen kann, noch bevor sie ausbrechen.

Dies ist möglich, weil sich der Stoffwechsel einer befallenen Pflanze von dem einer gesunden unterscheidet: Die befallene Pflanze reagiert auf den Erreger mit einer Abwehrreaktion. Die resultierenden biochemischen Änderungen im Blatt können mit der Hyperspektralmesstechnik sichtbar gemacht werden, lange bevor die Symptome für das menschliche Auge sichtbar sind.

Das Forscherteam wurde für seine Arbeit in der Kategorie „Innovativste Produktentwicklung“ des Hugo-Junkers-Preises mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Insgesamt waren von der Jury 15 von 89 Wettbewerbsbeiträge prämiert worden. Bereits seit 25 Jahren vergibt das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt den Hugo-Junkers-Preis für zukunftsweisende Innovationen aus Wissenschaft, Industrie und Handwerk. (SB)
 

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