Netzwerke | 12. Juli 2017, 14:23 Uhr Schmidt sorgt für Bürokratieabbau

Wie wichtig fachlichen Expertise für die Agrarpolitik ist, hob heute Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt beim Start des Praktikernetzwerks hervor. Sein Ziel: Praxistaugliche Gesetze und weniger Bürokratie.

Bei der Auftaktveranstaltung zu dem Anfang des Jahres angekündigten Praktikernetzwerk sagte Schmidt heute in Berlin, Politik für die Landwirtschaft könne nicht "vom grünen Tisch erfolgen". Gesetze und Verordnungen müssten in der Praxis bestehen. "Landwirtschaftspolitik muss im Stall und auf dem Acker funktionieren. Unser Ziel sind praxistaugliche Gesetze und Verordnungen, die weniger Bürokratie schaffen", sagte Schmidt vor rund 100 Vertretern der „grünen“ Berufe.

Bauern stärker in die Politik einbinden

Der Praktikerbeirat solle zukünftig Erfahrungen in die Rechtsetzung einspeisen und Anregungen für möglichst unkomplizierte Regelungen geben, so Schmidt weiter. "Die zukünftig engere Zusammenarbeit meines Hauses mit der Praxis hat das Ziel, zu besseren Gesetzen und Regelungen zu kommen. Das ist auch ein wichtiger Beitrag zu unseren gesellschaftlichen Zielen wie dem Klimaschutz und dem Tierwohl in der Landwirtschaft."

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums sollen die Praktiker des Netzwerks mehr Gelegenheit zur Stellungnahme und Mitwirkung an der praxisnahen Rechtsetzung haben. Dem Minister zufolge wurden dafür 100 Vertreter der „grünen“ Berufe aus 511 Bewerbern ausgewählt.

Thematisch hat sich das Praktikernetzwerkder Tierhaltun, dem Pflanzenbau, der Wertschätzung von Lebensmitteln sowie der Digitalisierung beschäftigt. (mrs)
 

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