Ferkel-Forschung | 11. Juli 2017, 11:19 Uhr Virus verursacht „Schüttelkrankheit“

Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben ein Virus identifiziert, dass das Hirn und Rückenmark von Ferkeln angreift. Es soll die Ursache für ein starkes Schütteln, das so genannte „Ferkelzittern“, sein.

Wie die Hochschule kürzlich mitteilte, ähneln die Symptome denen der klassischen Schweinepest. Bisher wurde der virale Ursprung der Erkrankung auf einen atypischen Schweinepest-Virus zurückgeführt. Die Wiener Forscher haben nun jedoch bei erkrankten Tieren auf einem österreichischen Bauernhof mit einem neuen diagnostischen Test einen neuen Erregertyp nachgewiesen, der den Namen „Lateral Shaking Inducing NeuroDegenerative Agent“ (Linda) erhielt. Dieser Linda-Virus ist mit dem australischen Bungowannah-Virus verwandt.

Noch ist nicht bekannt, wie verbreitet das neue Virus in der Schweinepopulation ist. „Wir entwickeln derzeit einen serologischen Test, um mehr über die Prävalenz des LINDA-Virus in Österreich zu erfahren“, erläuterte Benjamin Lamp vom Virologischen Institut der Universität. Das sei wichtig, weil die Analyse gezeigt habe, dass es weitgehend mit dem Virus verwandt sei, das die klassische Schweinepest verursache. Sobald Schweine infiziert seien, bleibe das Virus in ihren Körpern, so dass sie es für eine lange Zeit freisetzen könnten und extrem ansteckend für andere Schweine seien, erläuterten die Forscher. (az)
 

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