az-Karrieretag
Agrar Karrieretage in Bonn und Göttingen: Praktische Erfahrung und Persönlichkeit zählen
Göttingen/Bonn/sch
Die Jobperspektiven für Studenten der Agrarwissenschaften sind gut. Die Unternehmen suchen qualifizierten Nachwuchs. Fachwissen allein reicht für die Karriere allerdings nicht aus.
Jeweils rund 200 Studierende der landwirtschaftlichen Fakultäten in Bonn und Göttingen besuchten die Agrar-Karrieretage, die von der agrarzeitung (az) in Kooperation mit dem VDL Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt am 12. und 14. Dezember 2011 veranstaltet wurden.
Die Unternehmen stellen ungeachtet des Personalmangels hohe Ansprüche an zukünftige Mitarbeiter. Vor allem die praktische Erfahrung der Bewerber steht bei den Arbeitgebern hoch im Kurs. Bereits während des Studiums sollten Studierende darauf achten, sich entsprechendes Wissen anzueignen. Dafür nehmen sie auch längere Studienzeiten in Kauf. „Ich kann als Personaler gut damit leben, wenn die Studienzeit etwas ausgedehnt wurde”, sagt Oliver Reich, Personalchef der Westfleisch eG. In den Studienordnungen wird die Erwartung der Unternehmen jedoch nicht immer berücksichtigt. So gibt es in Bonn keine Pflichtpraktika mehr, weil diese auf die ohnehin kürzere Studienzeit angerechnet werden müssten. Darüber hinaus spielen Persönlichkeit und eine hohe Sozialkompetenz der Kandidaten eine entscheidende Rolle. Die Art des Studienabschlusses ist einigen Unternehmen weniger wichtig. „Es ist egal, ob sie Bachelor oder Master sind, die Chemie muss stimmen”, sagt Dr. Hermann Pricker, Geschäftsführer des Futtermittelherstellers Schaumann.
Fremdsprachenkenntnisse sind wegen der internationalen Verflechtung vieler Unternehmen ebenfalls erforderlich. Gutes Englisch wird von allen Unternehmen verlangt. Zudem wird Mobilität erwartet. Neben Praktika und Direkteinstieg bieten fast alle Arbeitgeber Trainee-Programme an. Vor allem für Bewerber, die sich noch orientieren müssen, ist diese Form des Berufseinstiegs nach Ansicht der Personaler ideal. Die Programme ermöglichen einen umfassenden Einblick in das Unternehmen und bereiten Teilnehmer auf ihre späteren Aufgaben vor. Eine Tätigkeit im Vertrieb ist in vielen Firmen der typische Einstieg und eine gute Ausgangsposition. „Fast sämtliche Führungskräfte haben sich bei uns die Sporen zunächst im Vertrieb verdient”, betont Volker Moennig, Verkaufsleiter Deutschland bei Dow Agro Sciences.
Jeweils rund 200 Studierende der landwirtschaftlichen Fakultäten in Bonn und Göttingen besuchten die Agrar-Karrieretage, die von der agrarzeitung (az) in Kooperation mit dem VDL Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt am 12. und 14. Dezember 2011 veranstaltet wurden.
Die Unternehmen stellen ungeachtet des Personalmangels hohe Ansprüche an zukünftige Mitarbeiter. Vor allem die praktische Erfahrung der Bewerber steht bei den Arbeitgebern hoch im Kurs. Bereits während des Studiums sollten Studierende darauf achten, sich entsprechendes Wissen anzueignen. Dafür nehmen sie auch längere Studienzeiten in Kauf. „Ich kann als Personaler gut damit leben, wenn die Studienzeit etwas ausgedehnt wurde”, sagt Oliver Reich, Personalchef der Westfleisch eG. In den Studienordnungen wird die Erwartung der Unternehmen jedoch nicht immer berücksichtigt. So gibt es in Bonn keine Pflichtpraktika mehr, weil diese auf die ohnehin kürzere Studienzeit angerechnet werden müssten. Darüber hinaus spielen Persönlichkeit und eine hohe Sozialkompetenz der Kandidaten eine entscheidende Rolle. Die Art des Studienabschlusses ist einigen Unternehmen weniger wichtig. „Es ist egal, ob sie Bachelor oder Master sind, die Chemie muss stimmen”, sagt Dr. Hermann Pricker, Geschäftsführer des Futtermittelherstellers Schaumann.
Fremdsprachenkenntnisse sind wegen der internationalen Verflechtung vieler Unternehmen ebenfalls erforderlich. Gutes Englisch wird von allen Unternehmen verlangt. Zudem wird Mobilität erwartet. Neben Praktika und Direkteinstieg bieten fast alle Arbeitgeber Trainee-Programme an. Vor allem für Bewerber, die sich noch orientieren müssen, ist diese Form des Berufseinstiegs nach Ansicht der Personaler ideal. Die Programme ermöglichen einen umfassenden Einblick in das Unternehmen und bereiten Teilnehmer auf ihre späteren Aufgaben vor. Eine Tätigkeit im Vertrieb ist in vielen Firmen der typische Einstieg und eine gute Ausgangsposition. „Fast sämtliche Führungskräfte haben sich bei uns die Sporen zunächst im Vertrieb verdient”, betont Volker Moennig, Verkaufsleiter Deutschland bei Dow Agro Sciences.
Dekan Professor Achim Spiller von der Fakultät für Agrarwissenschaften der Universität Göttingen eröffnet am Montag, 12. Dezember 2011, den Agrar-Karrieretag. Alle Fotos: Holland
Sowohl Interesse für das Tier als auch technisches Verständnis sollten Bewerber mitbringen, heißt es vonseiten der Personalabteilung der Gea Farm Technologies aus Bönen.
Über das firmenunabhängige Traineeprogramm informiert Johannes Ritz (Mitte) von der DLG-Akademie aus Frankfurt.
Viel Fachwissen ist gefragt bei dem Futtermittelunternehmen H. Wilhelm Schaumann GmbH, Pinneberg.
Die KWS Saat AG, Einbeck, vergibt Abschlussarbeiten an Studierende, berichtet Philipp Wree, im Bereich Corporate Finance tätig.
„Eine Tätigkeit im Vertrieb ist der klassische Einstieg ins Unternehmen”, sagt Cord Schiplage, Vertriebsleiter für Mischfutter der Agravis Raiffeisen AG, Münster und Hannover.
Bei der Westfleisch eG, Münster, dreht sich alles um Schweine, Rinder und Export, erklärt Personalleiter Oliver Reich.
Cargill beschäftigt weltweit fast 140.000 Mitarbeiter. Der Standort in Salzgitter sucht engagierten Nachwuchs.
Dr. Jörg Bekkering, Produktmanager Rind und Schwein, und Fachberaterin Andrea Fahrenholz erwarten gut vorbereitet die Studierenden in Göttingen.
Hans Fink, Leiter des Referats Agrarforschung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), beschreibt seine Aufgaben, die sich zwischen Beurteilung von Förderanträgen und der Beratung mit dem Landwirtschaftsministerium, Gutachtern sowie Wissenschaftlern bewegt.
Als Türöffner in die Unternehmen nutzen Studierende den Agrar-Karrieretag - hier in Bonn und zwei Tage vorher in Göttingen.
Dr. Michael Gerhard klärte über Aufgaben im Marketing der BASF SE im Agrarzentrum Limburgerhof auf.
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Das Agrarhandelsunternehmen BSL Betriebsmittel, Logistik, Service aus Kiel hat Traineestellen zu vergeben.
Von der Socke bis zum Schlepper reicht die Produktpalette der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG, Köln. Gesucht sind Trainees und Vertriebsmitarbeiter.
Pflanzenschutz und -forschung wird bei Dow Agrosciences, München, großgeschrieben.
Professor Karl Schellander, Dekan der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn, eröffnet den Karrieretag am Mittwoch, 14. Dezember 2011, in Bonn.
Das Interesse an dem ersten Agrar-Karrieretag in Bonn ist hoch.
Eine Karriereberatung ist mit im Programm. Personalberater Barthold Plass aus Burgdorf unterzieht Bewerber und Unterlagen aus Göttingen und Bonn einer genauesten kostenlosen Prüfung.
Landwirt Konrad Ebert aus Bergisch Gladbach ist Absolvent der Universität Bonn. Er berichtete aus dem Alltag eines Milchviehhalters.
Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Hörsaal in der Nussallee 17 in Bonn.
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