Saaten Zeller | 9. März 2017, 16:09 Uhr Wildpflanzensaatgut mit Zertifikat

Saaten Zeller hat die Anbaufläche für Wildpflanzensaatgut zur Saison 2017 noch einmal erheblich ausgebaut. Landwirten bietet die Vermehrung eine Einkommensalternative.

Der landwirtschaftliche Vermehrungsbetrieb mit Sitz in Riedern (Lk Miltenberg, Bayern) produziert an drei eigenen Vermehrungsstandorten und bei 55 Landwirten in Auftragsvermehrung. Bei Begrünungen von Straßenböschungen, Blühstreifen, Naturschutzmaßnahmen in der freien Landschaft setzen immer mehr Akteure auf gebietsheimisches Wildpflanzensaatgut, sogenanntes Regiosaatgut. Diese Saatgutmischungen enthalten ausschließlich Arten, die in der jeweiligen Region von Natur aus verbreitet vorkommen und an die jeweiligen Standorte und Klimabedingungen angepasst sind. Von der Verwendung gebietstypischer Pflanzen würden auch die Wildbienen, Schmetterlinge und Säugetiere profitieren, die in vielfältiger Weise an die Gegebenheiten der regionaltypischen Kulturlandschaft angepasst ist, sagt Dr. Walter Bleeker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Saaten Zeller.

Saaten Zeller produziert Regiosaatgut auf Basis von 22 verschiedenen Ursprungsgebieten, die in einem wissenschaftlichen Projekt an der Universität Hannover auf Basis von naturräumlichen und klimatischen Ähnlichkeiten festgelegt wurden. Die Spenderflächen für das Saatgut werden von firmeneigenen wissenschaftlichen Mitarbeitern nach strengen Vorgaben ausgewählt und anschließend das Saatgut in der Regel per Hand aufgesammelt. Die Vermehrung erfolgt über mehrere Anbaugenerationen im Ackerbau. „Der Anbau von Wildpflanzen zur Saatgutproduktion stellt für Landwirte eine echte Alternative dar“, sagt Alfons Griesbauer aus Aiterhofen bei Straubing. Er produziert für Saaten Zeller auf mehr als 50 Hektar Wildpflanzensaatgut für das Unterbayerische Hügelland.

RegioZert ist das Qualitätssicherungssystem für die Produktion und den Vertrieb von Regiosaatgut. Mit RegioZert wird eine lückenlose Rückverfolgbarkeit über die gesamte Produktions- und Vertriebskette des Regiosaatguts gewährleistet. „Als einziges Siegel auf dem Markt setzt es auch bei der Auswahl geeigneter Arten für jede der 22 Ursprungsgebiete konsequent auf die Erfüllung nachvollziehbarer wissenschaftlicher Kriterien und erlaubt eine Zertifizierung ausschließlich bei Arten, die auch tatsächlich in der Region vorkommen“ führt Bleeker aus. Die Einhaltung der strengen Herkunfts- und Qualitätskriterien wird durch das renommierte LACON-Institut regelmäßig geprüft. (SB)
 

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