Bioökonomie

Bioökonomie definiert sich als die Summe aller industriellen und wirtschaftlichen Sektoren, die biologischer Ressourcen wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen nutzen. Das schließt auch das Wissen um biologische Ressourcen mit ein. Im gesellschaftspolitischen Verständnis bezeichnet die Bioökonomie die Entwicklung hin zu einer biobasierten Wirtschaft und weg von der Nutzung fossiler Brennstoffe. Diese biobasierte Wirtschaft nutzt erneuerbare Ressourcen zur Herstellung von Produkten und zur Bereitstellung von Dienstleistungen unter Anwendungen innovativer, biologischer und technologischer Kenntnisse und Verfahren.

Mehr als 2 Billionen Euro

Dazu zählen neben Nahrungsmitteln, Biomaterialien, Bioprozessen, Bioenergie, Biotechnologie auch die Biomedizin. Die Bioökonomie ist bereits heute ein Wirtschaftsfaktor. In industriellen Schlüsselsektoren wie der Chemie-, Pharma-, Kosmetik-, Textil- und Papierindustrie der Energie-, Land- und Forstwirtschaft, der Lebensmittelindustrie sowie der Fischerei und Aquakultur werden gegenwärtig in Europa mit Produkten aus biologischen Quellen mehr als 2 Billionen Euro umgesetzt.