Biokraftstoffe

Der Begriff Biokraftstoffe bezeichnet im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen nachwachsende Rohstoffe. Dazu zählen Bioalkohol (Bioethanol), der in reiner Form oder als Mischkomponente in mineralischem Ottokraftstoff (zwischen 10 und 25 Prozent) eingesetzt werden kann, und Biodiesel, der aus ölhaltigen Pflanzen gewonnen wird. Neben der Verwendung in Kraftfahrzeugen können die Biokraftstoffe auch zur Strom- und Wärmeerzeugung beispielsweise in Blockheizkraftwerken genutzt werden.
  • Bioethanol wird durch Vergärung von Zuckern aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr und Zuckerpolymeren wie Stärke, die in Mais, Getreide, Kartoffeln oder Jatropha-Wurzeln enthalten sind, gewonnen. Die Herstellung von Bioethanol aus Cellulose ist noch in der Entwicklung.
  • Biodiesel wird als Kraftstoff durch Umesterung aus Pflanzenölen wie Raps-, Soja oder Palmöl hergestellt.
  • BtL-Kraftstoffe (biomass to liquid = BtL) können aus fast jeder Art Biomasse – von Stroh über Miscanthus bis zu Kurzumtriebsholz – hergestellt werden. Die Biomasse wird dann durch Vergasung zunächst in niedermolekulare Bestandteile zerlegt und nach einer Gasreinigung durch Fischer-Tropsch-Synthese in ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen umgewandelt. Die Verfahren befinden sich noch in der Entwicklung.
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