CRISPR/Cas9-Methode

Das CRISPR/Cas9-Verfahren ist eine biochemische Methode, um DNA gezielt zu schneiden und so verändern zu können (Genom editing). Es stellt eine wesentlich schnellere und zielsicherere Möglichkeit als die bisherigen Methoden zur Genveränderung dar. Der Begriff setzt sich aus der Abkürzung CRISPR und dem Enzym Cas9 zusammen.

Im Juli 2018 entschied der Europäische Gerichtshof EuGH, dass CRISPR/Cas9 als Gentechnik zu behandeln ist. Problematisch an dem Urteil ist, dass sich im Nachhinein nicht erkennen lässt, ob es sich bei einer Genveränderung um eine natürliche Mutation oder der Einsatz der "Genschere" gehandelt hat.

Charpentier und Doudna

Schon seit 1973 ist es möglich, das Genom eines Lebewesens zu verändern. 2012 stellten die Wissenschaflter Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna den zelleigenen genetischen Mechanismus CRISPR/Cas9 vor, der seitdem unter dem Begriff Genschere die Gentechnik revolutioniert. In den verschiedensten Disziplinen von Medizin bis hin zur Züchtung liegen große Hoffnungen auf der Crispr/Cas9-Methode.