Digital Farming

Baywa geht auf Landwirte zu


Das Thema Digital Farming steht im Mittelpunkt des Baywa-Auftritts in Hannover.
Olaf Schultz
Das Thema Digital Farming steht im Mittelpunkt des Baywa-Auftritts in Hannover.

Gemeinsam mit den Landtechnikherstellern Agco, Krone, Kuhn, Lemken, Pöttinger und Rauch, wird die FarmFacts GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Baywa AG, eine einheitliche Grundlage zur herstellerunabhängigen Anwendung von Digital Farming entwickeln. Das Ziel der geschmiedeten Allianz und FarmFacts ist laut Baywa eine offene Maschinendaten-Management-Software, mit der alle von Maschinen und Geräten erzeugten Daten herstellerunabhängig verarbeitet werden können.

„Wir folgen damit unserer Strategie, offen für alle Landtechnik- und Gerätehersteller zu sein und lösen unser Versprechen ein, allen Landwirten herstellerunabhängig Smart Farming nutzbar zu machen“, so Baywa-Vorstand Digital Services Roland Schuler heute während der Agritechnica. Die zu entwickelnde Software ist den Angaben zufolge internetbasiert und erfüllt die deutschen IT-Sicherheitsstandards für Datenschutz und Datensicherheit. Eigentümer der Daten bleibe stets der Landwirt. Unter dem Namen ‚NEXT Machine Management‘ werde die Software als neues Modul in das Farm-Management-System NEXT Farming der FarmFacts integriert und zunächst europaweit, perspektivisch international, in den Markt gebracht.

Laut Umfragen unter Landwirten zu Smart Farming zählen mangelnde Kompatibilität von Landtechnik und Software sowie fehlende technische Normen zu den häufigsten Investitionshemmnissen, noch vor einem fehlenden Breitbandausbau. „Wir lösen das Versprechen ein, allen Landwirten Smart Farmington nutzbar zu machen“, so Schuler. Um das Potenzial umfassend nutzen zu können, bleibe flächendeckend schnelles Internet jedoch eine Grundvoraussetzung. Die Digitalisierung verändert auch die Kommunikation der Baywa mit dem Landwirt.

Mit der ,Baywa Online Welt´ hat der Münchener Konzern eine Plattform im Internet geschaffen, die - neben den Standorten und mobilen Daten - einen dritten, reinen internetbasierten Kanal bietet. Landwirte können zum Beispiel Bestellungen aufgeben, oder auf Rechnungen und Kontrakte zugreifen. Weitere digitale Funktionen, zum Beispiel die Anzeige von
Füllstands-Messdaten aus dem Futtersilo oder Heizöltank, sollen in Kürze folgen.
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