Kartoffeltechnik

Deutsch-Amerikanische Freundschaft in Halle 26


Die Steine werden auf dem Roder von den Kartoffeln getrennt.
Steffen Bach
Die Steine werden auf dem Roder von den Kartoffeln getrennt.

Politisch läuft es zwischen Deutschland und den USA derzeit nicht rund. Ein Beispiel für eine fruchtbare transatlantische Zusammenarbeit präsentieren Grimme und Spudnik.

Wer Kartoffeln erntet, findet auch Steine. Das manuelle Aussortieren der Steine auf dem Roder ist eine eintönige Arbeit. Der vom US-amerikanischen Kartoffeltechnik-Spezialisten Spudnik entwickelte „AirSep Eliminator“ sorgt dafür, dass Knollen und Steine sicher getrennt werden. Spudnik ist eine Tochter des niedersächsischen Landmaschinenherstellers Grimme, der den AirSep auf seinem Agritechnika-Stand präsentiert. In dem Trenngerät werden die Kartoffeln von einem Luftstrom angehoben und auf das nächste Förderband weitergeleitet. Schwere Steine und feuchte Kluten fallen nach unten und werden dadurch aussortiert.

„Die Idee zum AirSep hatten vor einigen Jahren zwei Ingenieure, einer von Grimme und einer von Spudnik“, berichtet Grimme-Pressesprecher Jürgen Feld. Gemeinsam wurde das Konzept in eine praxistaugliche Anwendung weiterentwickelt. Schon bei der Agritechnica 2013 wurde die Idee von der DLG mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Der AirSep könnte in den Roder integriert oder auch als mobile eigenständige Maschine genutzt werden. Den mobilen Spudnik 992 AirSep Eliminator präsentiert Grimme auf der Agritechnica, um die Resonanz der Besucher zu testen. Erst danach werde entschieden, ob die Maschine auch auf dem europäischen Markt angeboten wird. Im gezogenen Kartoffelroder EVO 290 hat Grimme das Trennsystem eingebaut. AirSep ist nicht nur im Hinblick auf die Personalentlastung eine Verbesserung, es macht auch den Kartoffelanbau auf Flächen wirtschaftlicher, die wegen vieler Steine bisher nicht genutzt wurden.


Mit der Besucherresonanz ist man bei Grimme nicht nur im Bezug auf AirSep zufrieden, berichtet Jürgen Feld. Er hofft, dass sich das große Interesse in den Auftragsbüchern niederschlägt. Wegen der niedrigen Kartoffelpreise in vielen europäischen Ländern sei die Stimmung unter den Kartoffelbauern allerdings etwas eingetrübt. Einen guten Absatz erhofft sich Grimme auf dem russischen Markt. Zahlreiche Messegäste aus Russland ließen darauf hoffen, dass die Umsatzzahlen in Russland im kommenden Jahr steigen.

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