Marktbilanz

Hähnchenfleisch zunehmend aus Importen

Das dynamische Wachstum der deutschen Geflügelproduktion ist vorbei. Eine große Bremse ist die Diskussion um das Tierwohl.

Der Verbrauch an Geflügelfleisch in Deutschland ist höher als das Angebot aus den Schlachtungen. Die Nachfrage steigt. Deutsche Anbieter von Geflügelfleisch müssen allerdings zunehmend Kriterien des Tierwohls erfüllen, die der Lebensmitteleinzelhandel stellt. Die deutsche Produktion stagniert, und der Importbedarf steigt. Darauf wies Margit Becker von Marktinfo Eier und Geflügel (MEG), Bonn, auf der Eurotier in Hannover hin. Den größten Anteil an den Einfuhren stellen mit 36 Prozent die Niederlande. Polen schließt mit 21 Prozent auf.

Beim Verbrauch an Geflügelfleisch in Deutschland profitieren Hähnchen am meisten. Hähnchenbrust ist am stärksten nachgefragt.  Die Nachfrage nach Putenfleisch stagniert. Den Biomarkt bezeichnet Beck als wachsende Nische. Sie macht in der gesamten deutschen Produktion lediglich ein Prozent aus. „Die Preise für Biohähnchen in Läden sind einfach zu hoch“, erklärte die Expertin.


Innerhalb der EU ist die Erzeugung von  Hähnchenfleisch ein wachsender Markt. Insbesondere in Polen ist die Produktion ausgedehnt worden. Auch bei Puten sind die Polen die größten Anbieter. Importe aus Drittländern kommen zunehmend aus Thailand.  Auch der Anteil aus der Ukraine wächst. Das Angebot aus Brasilien ist rückläufig. Weltweit steigt die Produktion von Geflügelfleisch moderat. Der größte Exportüberschuss entsteht in den USA und  Brasilien.

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