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Die Verbreitung von Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, kann auch die menschliche Gesundheit bedrohen.
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Die Verbreitung von Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, kann auch die menschliche Gesundheit bedrohen.
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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) will ermitteln, wie hoch das Risiko ist, antimikrobiell resistente Bakterien durch Tiertransporte weiter zu verbreiten. Ziel ist eine Bewertung sowie Präventionsmaßnahmen.

Zunächst will sich die Efsa sich auf das Risiko der Ausbreitung resistenter Zoonosebakterien unter Geflügel, Schweinen und Rindern während des Transports zu anderen landwirtschaftlichen Betrieben oder zu Schlachthöfen konzentrieren. Die Bewertung wurde vom Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) des Europäischen Parlaments angefordert. Wenn antimikrobielle Resistenz (AMR) bei Zoonosebakterien auftritt – also Bakterien, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden können -, kann dies auch die wirksame Behandlung von Infektionskrankheiten beim Menschen gefährden.

One-Health-Ansatz ist notwendig

Marta Hugas, die leitende Wissenschaftlerin der Efsa, sagte: "Die Resistenz gegen antimikrobielle Mittel ist eine dringende Bedrohung für die öffentliche Gesundheit, und evidenzbasierte Beratung ist entscheidend für die Entwicklung von Politik und Gesetzgebung, um dieser Herausforderung zu begegnen. Dieses neue Mandat - das sich auf die möglichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit konzentriert - veranschaulicht einmal mehr die wachsende Konvergenz zwischen der Gesundheit von Tieren und Menschen sowie die Notwendigkeit eines One-Health-Ansatzes für Gutachter und politische Entscheidungsträger."

Auch Prävention und Kontrolle im Blick

Die Efsa wird nicht nur die Faktoren untersuchen, die zur Ausbreitung antimikrobiell resistenter Bakterien durch den Transport führen können, sondern auch Präventivmaßnahmen und Kontrollmöglichkeiten prüfen und den Datenbedarf zur Unterstützung weiterer Analysen des Themas ermitteln. Das endgültige wissenschaftliche Gutachten soll bis September 2022 fertiggestellt werden.

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