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Die technische Einrichtung von Mischfutterwerken kann und muss oftmals jahrzehntelang ihren Dienst tun. Und das zuverlässig, genau und mit nur kurzen Stand- und Wartungszeiten. Anlässe, einzelne Komponenten oder ganze Baugruppen zu erneuern, gibt es dennoch viele. Dies können Verschleißerscheinungen, viel häufiger aber gestiegene Ansprüche an die Effizienz und die Arbeitspräzision oder veränderte Ansprüche an die Futterqualität sein.

» Erhöhung der Energieeffizienz
Maßnahmen bei den UFA Mischfutterwerken, Schweiz

UFA ist der größte Mischfutterproduzent in der Schweiz mit Standorten in Herzogenbuchsee (300.000 t/J), St. Margrethen (90.000 t/J), Sursee (85.000 t/J) und Puidoux (70.000 t/J). Das fertige Futter wird entweder als Expandat oder als Pellet-Futter vertrieben. Der durchschnittliche Energiebedarf konnte innerhalb von zehn Jahren um rund 4 Prozent elektrischer Energie und bei der thermischen Energie um 10 kWh/t gesenkt werden. Und dies sogar bei einer Erhöhung des Veredelungsgrades von 60 auf heute 100 Prozent. Das gesamte Mischfutter aus den UFA-Werken ist thermisch hygienisiert.


» Verschleppungen und Kreuzkontaminationen kritischer Makrokomponenten
Vermeidungsstrategien bei der industriellen Mischfutterproduktion

Mischfuttermittel werden fast ausschließlich in Mehrproduktanlagen hergestellt. Dabei bewirken die am Kundenwunsch orientierte hohe Anzahl unterschiedlicher Rezepturen und kurze Herstellungsfristen eine durch kleine Partien und häufige Rezepturwechsel gekennzeichnete Produktionsweise. Mit ihr ist eine Optimierung der Produktionsreihenfolge und somit die Minimierung der Kontamination nachfolgender Chargen durch unvermeidlich auftretende Verschleppungen deutlich erschwert.


» Optimale Planung bei einer System-Aufwertung
KSE verdoppelt die Wiege- und Dosierkapazität

Die Minimalisierung des Produktionsstillstandes in einer Tierfutterfabrik, die sechs Tage pro Woche nach Abnehmerspezifikation produziert, hat höchste Priorität. Bisherige Systeme und deren Infrastruktur werden gegen neue ausgetauscht und die Steuerungssoftware aufgewertet. Abschließend wird die neue Installation getestet und danach auf Produktionsgeschwindigkeit hochgefahren. Dank guter Planung konnten mehrere Disziplinen parallel durchgeführt werden.


» Futterkonditionierung mit dem Kronenexpander
Hintergründe, Fakten und Einsatz in der Nutztierernährung

Die Leistung von Nutztieren nimmt auf Grund des konsequenten züchterischen Fortschrittes stetig zu. Hiermit gehen auch veränderte Ansprüche der Tiere hinsichtlich der Zusammensetzung des Futters und vor allem auch der Futterstruktur einher. Insbesondere für Masthähnchen und Schweine wird das üblicherweise mit der Hammermühle feinvermahlene und pelletierte Futter zunehmend problematisch. Bei Schweinen sind Magenerosionen und Geschwüre an der Tagesordnung. Bei Mastgeflügel bewirken zu feine Futterstrukturen organische Fehlentwicklungen wie eine krankhafte Vergrößerung des Proventriculus sowie die Verkümmerung des Muskelmagens. Verdauungsmechanismen werden beeinträchtigt und die Tiere sind viel anfälliger gegenüber Salmonellen (Kamphues et al., 2007). Besonders bei ungünstigen Umgebungsbedingungen wie sommerlicher Hitze oder Höhenstandorten ist Bauchwassersucht (Ascites) bei Masthähnchen weit verbreitet.


» Maximale Ölausbeute steigert den Gewinn
Ölmühle Bunge kontrolliert Produktion mit NIR-Online-Industriespektrometern

Für die Rapssaatverarbeitung gilt: Je größer die Ausbeute an Öl, desto höher der Gewinn. Die Bunge Deutschland GmbH, die zu einem der weltweit größten Handels- und Verarbeitungskonzerne von Öl- und Getreidesaaten gehört, setzt diesen Grundsatz durch zeitnahe Prozesskontrollen mit Industriespektrometern der NIR-Online GmbH um.

Literaturverzeichnis
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