Ende November wurden am Ortsrand von Schwiggerow (Landkreis Rostock) Wildschweine auf ASP untersucht. Dabei werden die Schwänze von Wildscheinen, sogenannte Pürzel, getrennt aufbewahrt.
Foto: IMAGO / BildFunkMV
Ende November wurden am Ortsrand von Schwiggerow (Landkreis Rostock) Wildschweine auf ASP untersucht. Dabei werden die Schwänze von Wildscheinen, sogenannte Pürzel, getrennt aufbewahrt.
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Nachdem vor zwei Wochen in einem Hausschweinebestand im Landkreis Rostock die Tierseuche aufgetreten ist, wird jetzt ein infiziertes Wildschwein gefunden. Sperrzonen werden eingerichtet.

Das Bundesagrarministerium (BMEL) informiert, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem verendeten Wildschwein in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen wurde. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat die Tierseuche in der entsprechenden Probe am Donnerstag bestätigt. Der Fundort befindet sich im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Autobahnnähe, in einem bisher ASP-freien Gebiet. Bisher gab es in Mecklenburg-Vorpommern einen bestätigten Fall in einem Hausschweinebestand.

„Der Fund, nur rund drei Kilometer vom Landkreis Prignitz, vor allem aber rund 200 Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt, macht mir große Sorgen. Seit einem guten Jahr stemmen wir uns mit konsequenten und großflächigen Maßnahmen wie Zaunbau, Fallwildsuche und Wildschweinentnahme in den Brandenburger Landkreisen entlang der Grenze gegen den unverminderten Seuchendruck aus Polen.

Till Backhaus, SPD-Agrarminister in Mecklenburg-Vorpommern ist in Alarmstimmung. "Nun geht es darum, schnell die Ursache und das Ausmaß des Ausbruchs in Mecklenburg-Vorpommern zu ermitteln. Wir stehen dazu in engem Austausch mit dem Landwirtschaftsministerium in Schwerin, wo nun dieselben Maßnahmen ergriffen werden, wie wir sie in Brandenburg umsetzen. Im Landkreis Prignitz werden zudem die vorhandenen Krisenstrukturen aktiviert.“

Der Landkreis Prignitz hat bereits mit einer intensiven und großflächigen Fallwildsuche zur Bestimmung des Ausmaßes und eines möglichen Eintrages der Tierseuche aus Mecklenburg-Vorpommern nach Brandenburg begonnen. Für eine erforderliche Abgrenzung zum Seuchengeschehen in Mecklenburg-Vorpommern steht beim Landkreis und in der Landesreserve Zaunmaterial zur Verfügung.

 

Der Text erschien zuerst auf agrarzeitung.de

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