In diesem Betrieb in Rostow am Don mussten 14.500 Schweine gekeult werden.
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In diesem Betrieb in Rostow am Don mussten 14.500 Schweine gekeult werden.
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Auch in Russland hat die Afrikanische Schweinepest (ASP) im vergangenen Jahr sowohl die Landwirtschaft als auch die Veterinärbehörden weiter in Atem gehalten. Rund 1 Million Schweine mussten getötet werden.

Nach Angaben des Moskauer Landwirtschaftsministeriums wurden 2021 insgesamt 349 ASP-Ausbrüche in Schweinehaltungen verzeichnet, darunter 17 in großen Schweinezuchtbetrieben. Der Vorsitzende des nationalen Schweinezüchterverbandes (NSS), Jurij Kowalew, sprach von rund 1 Million Schweinen, die im Zeitraum von Oktober 2020 bis Ende 2021 der ASP zum Opfer gefallen seien. Im viel längeren Zeitraum von 2007 bis 2019 seien es „nur“ 2 Millionen Tiere gewesen.

Laut Darstellung des stellvertretenden Landwirtschaftsministers Maxim Uwaydow gestaltet sich die Eindämmung der Tierseuche nach wie vor schwierig. „Die ASP ist für die Schweinezucht eine Katastrophe mit riesigem Schaden“, so der Vizeminister. Er wies darauf hin, dass es in Russland im vergangenen Jahr auch Probleme mit der Viruserkrankung Porzine Reproduktive and Respiratorische Syndrom (PRRS) gegeben habe. Deshalb sei die heimische Schweineproduktion gegenüber 2020 nur um 1 % gestiegen; das sei die niedrigste Zuwachsrate seit 15 Jahren.

Unterdessen gab es in Nordmazedonien einen ersten Ausbruch der ASP in einem Hausschweinbestand. Betroffen war laut dem Tierseucheninformationssystem der Europäischen Union (ADIS) eine Hinterhofhaltung mit 18 Schweinen im Osten des Landes an der Grenze zu Bulgarien. AgE

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