Futtermittelzusätze können die Produktion von Methan bei Kühen deutlich reduzieren.
Agolin
Futtermittelzusätze können die Produktion von Methan bei Kühen deutlich reduzieren.
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Die Produktion von Methan im Pansen und damit auch die Freisetzung kann durch gezielte Fütterung signifikant reduziert werden. Das zeigen zwei Pilot-Studien in den Niederlanden und den USA.

Das Schweizer Unternehmen Agolin, das Zusatzstoffe für Futtermittel auf Basis pflanzlicher Substanzen herstellt, hat gemeinsam mit dem Schokoladenfabrikanten Barry Callebaut und mit Gold Standard (GS), einer führenden Organisation für Projekte die zur Reduktion von Treibhausgasen beitragen, zwei Pilotstudien durchgeführt, eine in den Niederlanden und eine in den USA. Das Ziel: die Produktion und die Freisetzung von Methan in die Atmosphäre und so die Milchproduktion nachhaltiger zu gestalten.  65 Farmen und über 15.000 Kühe nahmen an den Studien teil, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

In den Studien konnte nachgewiesen werden, dass Agolin Ruminant bei einer Dosierung von 1 g pro Milchkuh und Tag, die Methanogenese, also die Produktion von Methan, im Pansen beeinflusst und so das Freisetzen von Methan in die Atmosphäre durch das Tier vermindert. Gold Standard bestätigte laut Agolin eine durchschnittliche Minderung von 1.200 t CO2-äq über einen Zeitraum von sechs Monaten in den Niederlanden und eine Minderung von 500 t CO2-äq bis August 2020 in den USA. 

Darüber hinaus verbessere das Produkt nachweislich die Futterverwertung. Das steigere die Nutzung der Ressourcen und komme den Tieren, den Landwirten und der Umwelt zugute. Methan habe bekanntermaßen ein sehr viel höheres Potential für die globale Erwärmung (GWP) als CO2 (25 x - IPCC 2003) und sei an der Emission von Treibhausgasen maßgeblich beteiligt.
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