Eisenkomplexe als Futterzusatz verbessern Tierwohl und Leistung.
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Eisenkomplexe als Futterzusatz verbessern Tierwohl und Leistung.
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Akeso Biomedical Inc. hat in der Europäischen Union die Zulassung für die Vermarktung von CI-FER als zootechnischer Futtermittelzusatz für Ferkel und kleinere Schweinearten erhalten hat. Dadurch soll sich die Darmgesundheit und die Futterverwertung verbessern.

CI-FER [Eisen(III)-citratchelat] für Ferkel ist das erste Produkt von Akeso für den EU-Markt, das auf der Fe3C-Technologie basiert. Das Unternehmen mit Sitz in Burlington, Massachussetts/USA führte nach eigenen Angaben fünf Wirksamkeitsstudien in der EU durch. Diese wiesen nach, dass Ferkel, die CI-FER erhielten, schneller wuchsen, ein höheres Karosseriegewicht und eine bessere Futterverwertung aufwiesen als Kontrollferkel. Die bessere Leistung wurde auch beim Vergleich von CI-FER mit anderen Eisenquellen festgestellt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) kam zu dem Schluss, dass die Wirkungen von CI-FER nicht allein einer ernährungsphysiologischen Wirkung zugewiesen werden können, da CI-FER bessere Leistungen erbrachte als andere Eisenquellen, wenn das Ferkelfutter mit denselben Eisenkonzentrationen ergänzt wurde. Drei Studien zeigten laut Akeso eine bessere Kotqualität bei Absetzferkeln, die CI-FER erhielten. In einer Studie wurden die Parameter des oxidativen Stresses und die Genexpression im mittleren und aufsteigenden Dickdarm von entwöhnten Ferkeln gemessen und zeigten signifikante Verbesserungen, was auf gesundheitliche Vorteile nach dem Absetzen hindeutet.

Mit Fe3C Bakterien bekämpfen

Akeso Biomedical ist ein US-Unternehmen mit Sitz in Burlington im US-Bundesstaat Massachussetts für Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit. Es entwickelt neue Lösungen für die Behandlung von bakteriellen Infektionen und setzt dabei eine von Forschern der Universität Nottingham (UK) entdeckte Eisen-Komplex-Chemie mit breitem Wirkungsspektrum ("Fe3C") ein. Die Pipeline des Unternehmens umfasst nicht-antibiotische Futtermittelzusätze zur Verbesserung der Gesundheit von Nutztieren, der Tierleistung und zur Verringerung der Infektionsraten durch Campylobacter, Salmonellen und E. coli.

Die Fe3C-Technologie zielt darauf ab, die Bildung von pathogenen Biofilmen an den Oberflächen der Darmschleimhaut zu reduzieren, und ist durch ein Portfolio von 15 erteilten Patenten geschützt, heißt es weiter. Eine Reihe von Infektionsversuchen, die mit CI-FER an Masthühnern durchgeführt wurden, habe eine signifikante Verringerung der mit Tier- und Humankrankheiten assoziierten Darmbakterien, insbesondere Campylobacter, Salmonella, Clostridium und E. coli, sowie eine verbesserte zootechnische Leistung und geringere Sterblichkeit gezeigt.

 

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