Argentiniens Regierung erhöht die Exportmenge für die Ernte 2022/23 um weitere 8 Mio. t Weizen. Das soll den Erzeugern Planungssicherheit und Anreize für eine Ausdehnung des Weizenanbaus geben.
IMAGO / Panthermedia
Argentiniens Regierung erhöht die Exportmenge für die Ernte 2022/23 um weitere 8 Mio. t Weizen. Das soll den Erzeugern Planungssicherheit und Anreize für eine Ausdehnung des Weizenanbaus geben.
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Argentiniens Erzeuger von Sojaschrot und -öl können wieder exportieren. Allerdings müssen sie jetzt höhere Abgaben in Kauf nehmen. Die Regierung will einerseits den Inlandspreis stabilisieren und andererseits von den hohen Weltmarktpreisen profitieren.

Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, sind Registrierungen von Auslandsverkäufen von Sojaschrot und -öl nun wieder möglich. Diese waren am 13. März „bis auf weiteres“ ausgesetzt worden, was einem Exportstopp gleichzusetzen war. Seit der Wiedereröffnung der Registrierung gelten für argentinische Exporte von Sojaschrot und -öl aber neue Vorgaben. Laut einer Mitteilung des Agrarressorts wird jetzt auf die Ausfuhrlieferungen eine Abgabe von 33 % erhoben, nach zuvor 31 %. Daneben wurde die Exportabgabe auf Biodiesel um einen Prozentpunkt auf 30 % erhöht.

Weizenanbau soll ausgedehnt werden

Die Abgabenerhöhungen sind Teil eines Plans zur Ausweitung des Weizenanbaus und damit auch des Weizenexports bei gleichzeitiger Stabilisierung des Inlandspreises für Weizen. Die zusätzlichen Einnahmen sollen laut den Angaben des Ministeriums in einen „Stabilisierungsfonds für argentinischen Weizen“ fließen. Denn der Inlandspreis für Weizen sei infolge des Ukraine-Krieges und des daraus folgenden Preissprungs auf dem Weltmarkt innerhalb nur weniger Tage um 37 % gestiegen. Um die heimischen Verbraucher zu schützen, wolle man daher nun in die Preisbildung auf dem Inlandsmarkt eingreifen.

Höhere Exportmengen genehmigt

Zugleich will Argentinien vom stark gestiegenen Weltmarktpreis für Weizen profitieren. Einem Beschluss der Regierung zufolge soll das Exportregister für die Ernte 2022/23 für weitere 8 Mio. t Weizen geöffnet werden, zusätzlich zu den bereits genehmigten 2 Mio. t. Damit wolle man den Erzeugern Planungssicherheit für die Weizenaussaat geben und einen neuen Produktionsrekord von 25 Mio. t Weizen erreichen. AgE

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