Wissenschaftlern zufolge dürfte es künftig häufiger zu Sommer-Ausbrüchen der hochansteckenden Seuche im Vogelbestand des Nordseeraums kommen.
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Wissenschaftlern zufolge dürfte es künftig häufiger zu Sommer-Ausbrüchen der hochansteckenden Seuche im Vogelbestand des Nordseeraums kommen.
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In Dänemark scheint sich die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) von einer saisonal auftretenden Krankheit zu einem Dauerproblem zu entwickeln. Das bedeutet ein erhöhtes Risiko für Geflügelhalter.

Wie das Fachmagazin „Landbrugs Avisen“ berichtete, wurden zuletzt an der Westküste Jütlands ungewöhnlich viele tote Wildvögel gefunden. Fachleute befürchten, dass diese Tiere an einer Variante der Geflügelpest gestorben sind, die kürzlich in einer Vogelkolonie vor der schottischen Küste ausgebrochen ist.

Die dänische Veterinär- und Lebensmittelbehörde (Foedevarestyrelsen) untersucht nun, ob und an welchem HPAI-Typ die aufgefundenen Seevögel verendet sind. Nach Einschätzung des Biologen Knud Flensted von der Dänischen Ornithologischen Gesellschaft kann aber kein Zweifel daran bestehen, dass künftig häufiger mit Sommer-Ausbrüchen der hochansteckenden Seuche im Vogelbestand des Nordseeraums gerechnet werden muss.

Laut Flensted ist damit auch ein dauerhaft erhöhtes Risiko für die Geflügelhaltung verbunden. Die Geflügelhalter seien gut beraten, die Ausbreitung des Virus über das gesamte Jahr genau im Blick zu behalten und die Seuchenprävention in ihren Betrieben zu prüfen. AgE

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