Rinderhaltung lohnt sich für dänische Bauern immer weniger. Der Bestandsabbau geht weiter.
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Rinderhaltung lohnt sich für dänische Bauern immer weniger. Der Bestandsabbau geht weiter.
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Der Rinderbestand in Dänemark ist 2021 auf einen neuen Tiefstand gesunken. In den vergangenen zwei Jahrzehnten schrumpfte der Bestand um ein Fünftel.

Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes wurden zum Stichtag 31. Dezember 2021 insgesamt noch 1,48 Millionen Rinder in den dänischen Ställen gehalten; das waren 1,3 % weniger als ein Jahr zuvor und zugleich so wenig wie noch nie seit Beginn der amtlichen Bestandserhebungen.

Wie die Behörde bilanzierte, wurde der Rinderbestand binnen 20 Jahren um ein Fünftel reduziert. Wie weiter aus den amtlichen Daten hervorgeht, hatten die dänischen Bauern 1971, also im EU-Beitrittsjahr des skandinavischen Landes, insgesamt noch 2,68 Millionen Rinder gehalten. In den letzten fünf Dekaden ist somit fast die Hälfte der Herde verschwunden.

Der Bestandsabbau erstreckte sich im vergangenen Jahr über fast alle Segmente, wobei das Minus bei den Bullen mit 4,6 % auf 218.145 Tiere am größten ausfiel. An Milchkühen wurden unter dem Strich fast 11.000 Tiere ausgestallt. Damit standen zum Jahresende noch 634.874 Kühe in den Ställen, was einer Abnahme von 1,7 % zum Vorjahr entsprach. AgE
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