Mehr als 90 % der dänischen Schweinehalter haben in den vergangenen 30 Jahren aufgegeben.
imago/itar-tass
Mehr als 90 % der dänischen Schweinehalter haben in den vergangenen 30 Jahren aufgegeben.
Artikel anhören
:
:
Info
Abonnenten von agrarzeitung Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.

Der Strukturwandel hat auch in Dänemark zu einer Vielzahl von Betriebsaufgaben geführt. Vor allem Sauenhalter haben in den vergangenen den Betrieb aufgegeben. Die Anzahl der Tier ist dagegen weitgehend unverändert geblieben.

Wie aus der Landwirtschaftszählung des nationalen Statistikamtes hervorgeht, sind von den 1990 noch 79.338 existierenden Höfen im vergangenen Jahr nur noch 31.395 übrig geblieben; das entsprach einem Rückgang von gut 60 %. Noch sehr viel stärker ausgeprägt war das Minus bei den Schweinehaltern. In den vergangenen drei Jahrzehnten sank deren Zahl um 27.327 oder 91,4 % auf lediglich noch 2.576 landwirtschaftliche Betriebe. Nicht einmal ein Zehntel der vormals 29.903 Schweinehalter betreibt diesen Wirtschaftszweig noch.

Allein im vergangenen Jahr stellten laut amtlicher Statistik 345 oder 11,8 % der Betriebe im Vergleich zu 2020 die Schweinehaltung ein. Die Zahl der Tiere blieb dabei mit rund 13,2 Millionen Stück weitgehend unverändert. Die reine Mast von Schweinen gab es laut den Statistikern aus Kopenhagen noch auf 1.044 Betrieben; gegenüber 1990 bedeutete dies eine Aufgaberate von 87,0 % Bei den noch verbliebenen 329 reinen Sauenhaltern lag diese sogar bei 94,9 %. Auf weiteren 1.062 Höfen wurden sowohl Mastschweine als auch Zuchtsauen gehalten; das waren 92,4 % weniger als 1990. Hinzu kamen noch 140 Unternehmen mit reiner Ferkelaufzucht ohne Sauen und Mastschweinen; auch dies war weniger als ein Zehntel als 31 Jahre zuvor. AgE

    stats