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Dfv-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Kottmeier feiert 85. Geburtstag

Klaus Kottmeier
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Klaus Kottmeier

Klaus Kottmeier, Aufsichtsratsvorsitzender der dfv Mediengruppe, feierte am 16. September seinen 85. Geburtstag. Unter Kottmeiers Ägide hat sich das Familienunternehmen in Frankfurt zu einem der größten konzernunabhängigen Fachmedienhäuser Deutschlands und Europas mit zuletzt fast 145 Millionen Euro Jahresumsatz entwickelt. Kein anderer Verlag ist in der Liste der werbeumsatzstärksten Fachzeitschriften Deutschlands mit mehr Titeln vertreten, und von Anfang an setzte er mit seinen Online-Angeboten, wo immer es ging, auf bezahlte Inhalte.
Der Deutsche Fachverlag ist weiterhin im alleinigen Besitz der Gründerfamilie Lorch. Hauptgesellschafter ist Andreas Lorch, weitere Gesellschafterinnen sind Catrin, Anette und Britta Lorch. Andreas und Catrin Lorch gehören auch dem Aufsichtsrat des Unternehmens an.
„Guter Journalismus“ und „unabhängige fachliche Informationen“ sind für Kottmeier das Erfolgsrezept – auch im Internet-Zeitalter. Eine Medienkrise wie bei den Publikumsmedien sieht er für gut gemachte Fachinformationen nicht. „Die Welt ist unübersichtlicher geworden, die Zukunft des eigenen beruflichen Umfelds unsicherer. Die sachkundige Beschreibung von Zusammenhängen, Einordnung und Kommentare sind wichtiger denn je. Die Gründe, unsere Zeitungen und Zeitschriften zu lesen, unsere digitalen Inhalte zu nutzen und zu unseren Kongressen zu gehen, sind für unsere Zielgruppen existenziell.“
Kottmeiers Karriere im dfv begann im Jahr 1969 als Verlagsleiter der Lebensmittel Zeitung. 1976 wurde er zum Geschäftsführer der Verlagsgruppe berufen und war von 1981 bis 2003 deren Sprecher. Seitdem ist er Vorsitzender des damals neugeschaffenen Aufsichtsrats. Das Primat journalistischer Inhalte blieb bestehen, Nachfolgerin als Sprecherin der Geschäftsführung ist die langjährige Chefredakteurin der Lebensmittel Zeitung, Angela Wisken.
Meilensteine der Verlagsgeschichte sind mit Kottmeier verbunden: Mit dem Erwerb des Sponholz-Verlags 1978 und des Alfred-Strothe-Verlags 1983 mit ihren gastronomischen, fleisch- und agrarwirtschaftlichen Titeln stieß die Verlagsgruppe ebenso in neue Märkte vor, wie mit der Übernahme der Fachzeitung für Marketing, Werbung und Medien HORIZONT 1986. Seit 1990 verlegt der dfv mit „fashion“ auch die wichtigste Textilfachzeitschrift Italiens. Die schrittweise Übernahme von „Sportswear International“ und Verlagsgründungen in Osteuropa trieben die Internationalisierung voran. 1997 erfolgte der Einstieg bei der Manstein Zeitschriftenverlagsgesellschaft in Wien/Perchtoldsdorf. Seit 2001 ist der österreichische Verlag eine 100-prozentige dfv Tochter und die wichtigste Auslandsgesellschaft.
Kottmeier hatte die Chancen der Internettechnologien schon Anfang der neunziger Jahre bei einem Besuch in den USA erkannt und wesentlich dazu beigetragen, dass sich die digitalen Angebote zum Wachstumsmotor der dfv Mediengruppe entwickelten.1996 startet mit HORIZONT.NET eines der ersten regelmäßigen Online-Angebote auf dem deutschen B2B-Medienmarkt. Inzwischen tragen digitale News- und Rechercheangebote 13 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Als Vorsitzender des Aufsichtsrates trieb Kottmeier die mehrheitliche Beteiligung an der IZ Immobilien Zeitung, Wiesbaden, sowie die in Stufen erfolgte Gesamtübernahme des Matthaes Verlags, Stuttgart, voran, in dem unter anderem die AHGZ – Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung erscheint. Auch für die Übernahme der Maleki Communications Group in Frankfurt – heute dfv Euro Finance Group - und der FVW Mediengruppe in Hamburg machte Kottmeier sich stark. Das Bedürfnis nach fachlicher Kommunikation ist für ihn unverändert die Basis des Geschäfts, egal ob in gedruckten oder digitalen Medien oder „Face to face“. Das Kongressgeschäft unter der Marke dfv Conference Group gehört ebenfalls zu den Wachstumsfeldern.
2009 erhielt Kottmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande. Denn nicht nur für das Unternehmen selbst, auch für die Fachmedien insgesamt sowie für die Aus- und Fortbildung junger Menschen setzt er sich mit großem Engagement ein: Viele Jahre gehörte er dem Vorstand des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) an und zeichnete dort als Vorsitzender des Vorstands für die Fachgruppe Fachzeitschriften verantwortlich. Von 1992 bis 2000 war er Sprecher der Deutschen Fachpresse, der Interessenvertretung deutscher Fachverlage, an deren Gründung er maßgeblich beteiligt war.
Drei gemeinnützige Branchenstiftungen zur Förderung junger Talente wurden auf Kottmeiers Initiative hin ins Leben gerufen. Die Wilhelm-Lorch-Stiftung, die Stiftung Goldener Zuckerhut und die HORIZONT-Stiftung verfügen mittlerweile über ein Stiftungsvolumen von rund 5,25 Millionen Euro. Bis heute sitzt Kottmeier bei allen drei Stiftungen im Vorstand.
Klaus Kottmeier
Geboren wurde Kottmeier 1933 in Surabaya auf Java. Nach seinem Jurastudium in Basel, Heidelberg, Berlin und Hamburg arbeitete er sieben Jahre als Prokurist beim Weser-Kurier in Bremen, bevor er zum Deutschen Fachverlag, der heutigen dfv Mediengruppe, wechselte.


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