BASF
Artikel anhören
:
:
Info
Abonnenten von agrarzeitung Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.

Um den DLG-Agri Concept Winner-Award hat sich die BASF beworben und ist auf der Shortlist. In ihrem Konzept geht es darum, die Milchproduktivität entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch eine datenbasierte Massenstrom- und Nachhaltigkeitsberechnung im Produktionsprozess zu verbessern.

Aus der prozessualen Sicht gleicht die Wertschöpfungskette der Milchproduktion aktuell noch einem Flickenteppich. Während in einzelnen Prozessgliedern in großem Umfang Daten erfasst, ausgewertet und für Managemententscheidungen herangezogen werden, ist eine Datenerfassung an anderen Stellen des Prozesses entweder gar nicht implementiert oder der Landwirt kann die Daten aufgrund fehlender Schnittstellen oder nicht miteinander kompatibler Systeme nicht oder nur eingeschränkt nutzen.
DLG-Agrifuture Concept Winner 2022

In diesem Jahr verleiht die DLG erstmals einen Zukunftspreis Agrartechnik und lobt den „Agrifuture Concept Winner 2022“ aus. Mit diesem Zukunftspreis sollen Konzepte für landtechnische Pionierarbeiten und Zukunftsvisionen, Konzepte für die Tierhaltung mit Relevanz und Potenzial zur Verbesserung der guten fachlichen Praxis ausgezeichnet werden.  Ziel der Auszeichnung ist es, nicht nur bereits marktverfügbare Produkte, sondern auch wegweisende Ideen und Impulse für die Zukunft der weltweiten Nutztierhaltung vorzustellen. Dabei kommt es zum einen auf die technischen Möglichkeiten in den kommenden Jahren und zum anderen auf die realistischen Umsetzungschancen der Konzepte an.

Logo Agrifuture concept DLG
DLG

Sechs Konzepte haben es auf die Shortlist geschafft. Diese sechs Kandidaten stellt ihnen Feedmagazine/Kraftfutter sukzessive vor. Die Sieger des Wettbewerbs ermitteln Experten aus DLG-Fachgremien, der Wissenschaft und internationale Vertreter. Die Preisverleihung findet am 17. November 2022 auf der Messe in Hannover statt.



Beim Konzept More Sustainable Milk „Nachhaltigere Milch“ haben sich erstmalig mehrere Unternehmen und Landwirte zusammengeschlossen, um die Milchproduktivität entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch eine datenbasierte Massenstrom- und Nachhaltigkeitsberechnung im Produktionsprozess zu verbessern. Neben dem Lead-Partner Lehr- und Versuchsanstalt Hofgut Neumühle sind die BASF SE, John Deere, die Hochwald Molkerei, die Technische Universität Kaiserlautern sowie zwei Praxisbetriebe am Projekt beteiligt. Beim Konzept werden zu jedem Produktionsschritt Daten gesammelt und in einem zentralen Daten-Dashboard zusammengefasst. Auf Basis dieser Daten kann der Produktionsprozess optimiert werden, beginnend von der Futterproduktion und -zusammensetzung über den Gesundheitszustand der Tiere bis hin zum Austrag von Nährstoffen und der Reduktion von Emissionen.

Konkret können beispielsweise importierte Futtermittel durch Nebenprodukte der Lebensmittelproduktion und regional erzeugte Futtermittel ersetzt oder in der Gülle Nitrifikationshemmstoffe eingesetzt werden. Über die Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) zur Stickstoffmessung in der Gülle und eine Stickstoffausbringung mit variabler Rate (VRA) wird die ausgebrachte Nährstoffmenge dem Bedarf der Futterpflanzen angepasst. Komplettiert werden die Optimierungsmaßnahmen durch Komponenten wie Tiergesundheitsüberwachungssysteme und CO2-Bewertungsmodelle.

Über die Optimierung der Prozesse hin zu einer nachhaltigen und effizienten Milcherzeugung soll das Konzept den Landwirten zukünftig auch die nötigen Betriebsmanagementinformationen sowie Entscheidungshilfen liefern, um ihren Betrieb möglichst effizient managen sowie die nötigen Dokumentationspflichten - z. B. im Hinblick auf den Nährstoff- und CO2-Austrag - erfüllen zu können.

BASF SE
(Miteinreicher: John Deere Walldorf GmbH & Co. KG sowie Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle)

Mehr Informationen in Halle 21, Stand G31

Newsletter-Service agrarzeitung

Mit unseren kostenlosen Newslettern versorgen wir Sie auf Wunsch mit den wichtigsten Branchenmeldungen

 

    stats