Moskau hat Getreidelieferungen in die Partnerländer der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) ausgesetzt.
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Moskau hat Lieferungen in die Partnerländer der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) ausgesetzt. Der Exportstopp gilt bis Ende Juni.

Laut einem Erlass von Montag darf bis zum 30. Juni kein russischer Weizen, Roggen, Gerste oder Mais mehr nach Weißrussland, Armenien, Kasachstan oder Kirgistan geliefert werden. Allerdings sollen bis auf weiteres Sonderausfuhrlizenzen an Händler vergeben werden, was den Exportbann löchrig macht.

Anders als die Türkei oder Ägypten zählen die Länder der ehemaligen Sowjetunion nicht zu den Großbeziehern von russischem Getreide. Trotzdem haben die internationalen Weizenbörsen mit kräftigen Kursaufschlägen auf die Nachricht aus Moskau reagiert. An der Pariser Matif drehte ein eigentlich bärisch gestimmter Markt gestern Abend deutlich ins Plus. Unter dem Strich verteuerte sich vorderer Terminweizen zur Abrechnung im Mai um 12,25 €/t oder 3,3 Prozent auf 378,75 €/t. An der Welt-Leitbörse von Chicago ging es bei beim dort gehandelten Futterweizen im Nachthandel auf Dienstag um 2,2 Prozent auf umgerechnet 373 €/t nach oben. AgE

 

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