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Während die Viehhaltung durch die Aussicht auf Ausbrüche von Viruskrankheiten, insbesondere der Afrikanischen Schweinepest und der Vogelgrippe, unter Druck gerät, ist die Minimierung des Risikos einer unbeabsichtigten Verbreitung von Krankheitserregern jedermanns Sache: Landwirte, Agrarlieferanten, Getreideaufnehmer und Beucher landwirtschaftlicher Betriebe (Berater, Dienstleister usw.).
Die potenziell verheerenden Auswirkungen insbesondere der Afrikanischen Schweinepest zeigen, dass sich Betreiber von Tierhaltungsbetrieben keine Mängel in Bezug auf die Biosicherheit leisten können. In den meisten europäischen Ländern werden wirksame Biosicherheitsmaßnahmen bereits von den Futtermittelherstellern auf der Grundlage der von der Branche ausgearbeiteten Leitlinien umgesetzt. Fefac baute auf diesen nationalen Leitlinien und dem Wissen seiner Mitglieder aus früheren Ausbrüchen auf und gab Empfehlungen für die Entwicklung eines Biosicherheitsplans auf der Ebene der Futtermittelhersteller. Ziel dieses Dokuments ist es, die bestmögliche Verbreitung bewährter Verfahren zu gewährleisten, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Ausgangspunkt für einen wirksamen Biosicherheitsplan die Verpflichtung der Betreiber und die Anpassung an den lokalen Kontext ist.
Die EU-Rechtsvorschriften zur Futtermittelhygiene (Verordnung (EG) Nr. 183/2005) legen eine solide Grundlage für das Management des Risikos der Verbreitung von Krankheitserregern über Futtermittel fest: Auf EU- und nationaler Ebene wurden Leitfäden für bewährte Verfahren entwickelt, die den Betreibern bei der Umsetzung der erforderlichen Programme und HACCP-basierten Verfahren zur Beherrschung der Gefahren in Futtermitteln helfen. Zusätzliche Bestimmungen sind erforderlich, um das Risiko der Verbreitung von Krankheitserregern über andere Vektoren als Futtermittel (Fahrzeuge, Personal) anzugehen.
Der Schwerpunkt dieses Dokuments liegt auf Biosicherheitsmaßnahmen für die Beschaffung von Futtermitteln, den Transport, die Lagerung, die Herstellung und die Lieferung von Endfuttermitteln an landwirtschaftliche Betriebe. Es umfasst auch Besuche von Futtermittelunternehmen in landwirtschaftlichen Betrieben.
Diese Empfehlungen richten sich in erster Linie an Betreiber in Ländern, in denen es noch keine detaillierten fachlichen und rechtlichen Leitlinien für die Ausarbeitung und Umsetzung von Biosicherheitsplänen auf der Ebene der Futtermittelfabriken gibt. Sie müssen gegebenenfalls im Lichte nationaler Leitlinien und  gesetzlicher Anforderungen berücksichtigt werden.

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