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Die Vermarktungspraktiken bei Lebensmitteln sollen nachhaltiger werden. Unterzeichner des EU-Verhaltenskodex wie Fefac verpflichten sich freiwillig dazu, ihre Nachhaltigkeistleistungen spürbar zu verbessern.
IMAGO/Panthermedia
Die Vermarktungspraktiken bei Lebensmitteln sollen nachhaltiger werden. Unterzeichner des EU-Verhaltenskodex wie Fefac verpflichten sich freiwillig dazu, ihre Nachhaltigkeistleistungen spürbar zu verbessern.

Die Geschäfts- und Vermarktungspraktiken bei Lebensmitteln sollen entlang der Wertschöpfungskette verantwortungsvoller werden. Das will der EU-Verhaltenskodex bewirken. Ein Ziel, für das auch die Fefac mit Blick auf eine nachhaltigere Futtermittelproduktion steht.

Der EU-Verhaltenskodex, der am 5. Juli 2021 veröffentlicht wurde, legt auch die Maßnahmen fest, zu denen sich die Akteure "zwischen dem Bauernhof und dem Teller", wie etwa Lebensmittelverarbeiter, Lebensmitteldienstleister und Einzelhändler, freiwillig verpflichten können, um ihre Nachhaltigkeitsleistung spürbar zu verbessern und zu kommunizieren. Mit der Unterzeichnung dieses EU-Verhaltenskodexes möchte Fefac seine Vision bekräftigen, dass die Tierernährung Teil der Lösung für einen erfolgreichen Übergang zu nachhaltigeren Tierhaltungs- und Aquakulturketten ist. Dies erfolge auch in Übereinstimmung mit den Ambitionen der Farm to Fork-Strategie und den UN-Sustainable Development Goals (SDGs), heißt es in einer Mitteilung des Verbandes weiter.

Die Ambitionen und Ziele des EU-Verhaltenskodex stimmten weitgehend mit den eigenen Ansichten der Fefac zur nachhaltigen Futtermittelproduktion überein, die in der Fefac Feed Sustainability Charter 2030 niedergelegt seien, die im September 2020 veröffentlicht wurde. Die europäische Futtermittelindustrie sei gut positioniert, um ihren Beitrag zu den Zielen des EU-Verhaltenskodex zur Verbesserung der Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz (Ziel 6) und zur verantwortungsvollen Beschaffung, insbesondere in Bezug auf die Abholzung (Ziel 7), zu leisten.

Fefac-Präsident Asbjørn Børsting: "Die Forderung der Europäischen Kommission nach freiwilligen Maßnahmen und Verpflichtungen der Industrie zur Förderung einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion zeigt, dass Fefac die richtige Entscheidung getroffen hat, eine Charta der Futtermittel-Nachhaltigkeit 2030 zu entwickeln, weit vor diesem EU-Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Geschäfts- und Vermarktungspraktiken bei Lebensmitteln. Die Bedeutung von entwaldungsfreien Lieferketten wird erneut hervorgehoben und ich empfehle unseren Partnern in der Wertschöpfungskette, sich auf die Fefac Soy Sourcing Guidelines 2021 zu beziehen, um dieses Ziel für die Beschaffung von verantwortungsvollem Soja zu erreichen".

Fefac hat nach eigenen Angaben aktiv zur Entwicklung des EU-Verhaltenskodex beigetragen. Die Partner der EU-Futtermittel- und Tierhaltungskette seien bei der nachhaltigen Entwicklung von Lebensmittelproduktionssystemen weltweit führend. Ein Hinweis darauf fehle jedoch im EU-Kodex, bedauert der Verband. Der Verband werde die künftige Ausgestaltung des EU-Verhaltenskodex weiterhin aufmerksam verfolgen und sei insbesondere gespannt darauf, wie die Überwachungsaspekte des EU-Verhaltenskodex für die Unterzeichner ausgearbeitet würden.

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