Den Einsatz nachhaltig erzeugten Sojas können Futtermittelhersteller nun durch Teilnahme an weiteren Programmen auf Basis der Fefac-Leitlinien nachweisen.
Foto: I.G. Pflanzenzucht
Den Einsatz nachhaltig erzeugten Sojas können Futtermittelhersteller nun durch Teilnahme an weiteren Programmen auf Basis der Fefac-Leitlinien nachweisen.
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Den Ansprüchen an nachhaltig erzeugtes Soja müssen sich auch die Futtermittelhersteller stellen. Auf Basis der Fefac-Leitlinien haben sich neue Systeme dem Benchmarking-Prozess unterzogen und können nun von den Herstellern genutzt werden.

Fünf weitere Systeme, die verantwortungsvolle Sojaprodukte für den europäischen Futtermittelmarkt anbieten, haben den unabhängigen Benchmarking-Prozess anhand der FEFAC-Leitlinien für die Sojabeschaffung 2021 erfolgreich bestanden, teilen Fefac und ITC mit.
Neu hinzugekommenen sind:

- FEMAS Responsible Sourcing of Agricultural & Natural Products

- ISCC EU und ISCC Plus

- Louis Dreyfus Company Programm für nachhaltige Landwirtschaft

- Sodru Nachhaltiges Sojaprogramm

Damit gibt es nun insgesamt 20 Sojaprogramme, die mit den FEFAC-Leitlinien für die Sojabeschaffung 2021 übereinstimmen. Dies zeigt das starke Engagement der Partner in der Lieferkette, die Bemühungen der europäischen Futtermittelindustrie zu stärken und zu unterstützen, die Verwendung von verantwortungsvoll erzeugten Sojaprodukten auf dem Markt zu etablieren.

19 der 20 Systeme erfüllen auch das spezifische gewünschte Kriterium für umwandlungsfreies Soja, d. h. sie bieten verantwortungsvoll erzeugtes Soja an, das auf Flächen angebaut wurde, die nicht auf Kosten einer (illegalen oder legalen) Umwandlung natürlicher Ökosysteme (d. h. einschließlich der nicht bewaldeten einheimischen Vegetation im Cerrado-Biom) ab einem bestimmten Stichtag (spätestens Dezember 2020) entstanden sind. Alle Systeme, die sich erfolgreich beworben und den Benchmarking-Prozess bestanden haben, werden im aktualisierten FEFAC Soy Sourcing Guidelines Benchmarking Tool auf der ITC Standards Map angezeigt. Das Tool enthält ein Filtersystem für Systeme, die konversionsfreies Soja anbieten, das es den Nutzern ermöglicht, zwischen den verschiedenen Lieferkettenmodellen und zwei Stichtagen zu wählen.

FEFAC-Präsident Asbjørn Børsting: "In nur etwas mehr als einem Jahr nach der Veröffentlichung der FEFAC-Leitlinien für die Sojabeschaffung 2021 haben FEFAC und ITC ihr gemeinsames Ziel, für mehr Markttransparenz bei den derzeitigen Anbietern von verantwortungsbewusstem und konversionsfreiem Soja zu sorgen, voll erreicht. Es ist nun klar, dass es ein allgemeines Marktangebot für verantwortungsvoll erzeugtes und konversionsfreies Soja mit einem Stichtag vor Dezember 2020 gibt, das ausreicht, um den Bedarf der europäischen Futtermittelindustrie zu decken.“

Joseph Wozniak, Leiter des ITC-Programms "Handel für nachhaltige Entwicklung": "Wir freuen uns, dass wir ein umfassendes Benchmarking für nachhaltige Sojaprogramme durchgeführt haben, bei dem die Datenbank ITC Standards Map und das Benchmarking-Tool zum Einsatz kamen. Angesichts des wachsenden Marktbedarfs an nachhaltigem Soja bringen die Ergebnisse des Benchmarkings mehr Transparenz und Klarheit über die Anzahl der Systeme, die sich mit der Produktion von nachhaltigem, umwandlungsfreiem Soja befassen."

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