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Bei Geflügel rechnen FAO und OECD bis 2030 mit dem stärksten Anstieg. Die Erzeugung soll um 17,5 Prozent auf 153,5 Mio. t zunehmen.
imago images / Rüdiger Wölk
Bei Geflügel rechnen FAO und OECD bis 2030 mit dem stärksten Anstieg. Die Erzeugung soll um 17,5 Prozent auf 153,5 Mio. t zunehmen.

Die Fleischproduktion steigt bis 2030 vor allem in Asien und Afrika, erwarten FAO und OECD. Bei den Tierarten ist Geflügel der große Gewinner.

Die Zunahmen bei der weltweiten Erzeugung und dem Verbrauch von Fleisch werden von 2021 bis 2030 geringer ausfallen als in der vorherigen Dekade, berichtet fleischwirtschaft.de. Diese Prognose findet sich in dem gemeinsam von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichten Bericht zur Entwicklung des globalen Agrarmarkts. Demnach soll die Fleischproduktion - ausgehend vom Basiszeitraum 2018 bis 2020 - bis 2030 um 43,8 Mio. t oder 13,3 Prozent auf 373,8 Mio. t steigen, der Verbrauch um 13,5 Prozent auf 371,7 Mio. t. Im Vergleich zur vorigen Dekade würde sich die jährliche Wachstumsrate bei der Produktion von 1,42 Prozent auf 1,16 Prozent abschwächen, beim Verbrauch von 1,43 Prozent auf 1,17 Prozent.

Stärkste Nachfrage in Afrika

Den größten Beitrag zu einer weltweit steigenden Fleischerzeugung wird der Prognose zufolge Asien mit einem Zuwachs 26,2 Mio. oder 19,3 Prozent auf 162,1 Mio. t leisten. Verantwortlich hierfür ist China mit einem Plus von 19,7 Prozent auf fast 95 Mio. t, weil dort nach der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht nur die Schweinebestände, sondern auch die Geflügelproduktion kräftig aufgestockt werden dürfte. Auch für die Vereinigten Staaten und Brasilien werden höhere Fleischmengen erwartet.

Der stärkste relative Anstieg soll in Afrika mit 25,6 Prozent auf 22,9 Mio. t erfolgen. Rund 84 Prozent des zusätzlichen Fleisches wird den Prognosen zufolge bis 2030 in Entwicklungsländern erzeugt werden, zu denen allerdings auch China gezählt wird. Für die Europäische Union wird als einzige Region eine Abnahme des Fleischaufkommens erwartet, und zwar von 2,5 Prozent auf 43,2 Mio. t.

Kaum noch Wachstum beim Rindfleisch

Mit Blick auf die einzelnen Fleischsorten rechnen FAO und OECD bei Geflügel bis 2030 mit dem stärksten Anstieg; die Erzeugung soll um 17,5 Prozent auf 153,5 Mio. t zunehmen. Das „weiße Fleisch“ habe eine günstige Futterverwertung, sei preiswert und lasse sich leicht zubereiten. Es werde deshalb weltweit immer stärker nachgefragt, auch wenn sich die Verbrauchszuwächse bis 2030 gegenüber der vorherigen Dekade auch hier abschwächen würden. Bei Schweinefleisch soll die Produktion in dieser Dekade um 12,7 Prozent auf 127,3 Mio. zulegen, wobei aufgrund des Aufholbedarfs nach der ASP mehr als 70 Prozent des Anstiegs allein auf China entfallen soll. Für Rindfleisch wird hingegen ein nur unterdurchschnittlicher globaler Erzeugungsanstieg bis 2030 um insgesamt 5,8 Prozent auf 74,1 Mio. t vorausgesagt.
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