Die Uni Gießen und das FLI wollen gemeinsam die Ursprünge von zoonotischen Infektionen besser verstehen.
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Die Uni Gießen und das FLI wollen gemeinsam die Ursprünge von zoonotischen Infektionen besser verstehen.
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Die Justus-Liebig-Universität und das Friedrich-Löffler-Institut wollen künftig stärker zusammenarbeiten im Bereich Infektionen und Zoonosen. Darüber hinaus ist auch eine gemeinsame Berufung einer Professur geplant.

Welche Gefahr Zoonosen bedeuten – also Infektionen, die vom Tier auf den Menschen übergehen können –, führt die Corona-Pandemie nachdrücklich vor Augen. Um die Forschungen in diesem Bereich deutlich zu verstärken, haben die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, jetzt eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Im Rahmen der Zusammenarbeit planen der Fachbereich Veterinärmedizin der JLU und das FLI auch die gemeinsame Berufung einer Professur für Internationale Tiergesundheit/One Health. Die gemeinsamen Forschungen sollen dazu dienen, die Ursprünge von zoonotischen Infektionen besser zu verstehen und wirksame Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.

„Die Auswirkungen der plötzlichen Ausbreitung von Infektionskrankheiten, auf die wir nicht vorbereitet sind, können fatal sein“, erklärt Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer, der Dekan des Fachbereichs Veterinärmedizin. In diesem Bereich bestehe nach wie vor großer Nachholbedarf, so dass sich für den Fachbereich Veterinärmedizin und die Zusammenarbeit mit dem FLI zahlreiche Anknüpfungspunkte ergeben. „Dies gilt besonders für den One Health Ansatz, d.h. der ganzheitlichen Betrachtung der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt“, ergänzt Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter, der Präsident des FLI.

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