Ob Wasserlinsen als Tierfutter dienen können und auch die Fleischqualität stimmt, das wollen Wissenschaftler nun genauer wissen.
imago/Gottfried Czepluch
Ob Wasserlinsen als Tierfutter dienen können und auch die Fleischqualität stimmt, das wollen Wissenschaftler nun genauer wissen.
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Das Potenzial der Kleinen Wasserlinse für die Landwirtschaft wird in einem neuen Forschungsprojekt untersucht. Die Wissenschaftler wollen wissen, ob sie sich als Futtermittel etwa in der Geflügel- und Fischzucht eignet.

Dieses Projekt haben die Universität Göttingen gemeinsam mit Wirtschaftspartnern unter Koordination des Verbundes Transformationsforschung Agrar Niedersachsen (trafo:agrar) jetzt gestartet. Im Fokus steht den Forschern zufolge die Frage, ob sich die kleinen linsenförmigen Pflanzen, die sich auch in Schmutzgewässern rasch vermehren und auf ruhigen Gewässeroberflächen oft gut sichtbare Pflanzenteppiche ausbilden, als Futtermittel für Tiere eignen. Denn dadurch könnte die Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft „neu gedacht“ werden. Die Wasserlinse sei innerhalb kurzer Zeit in der Lage, dem Abwasser Nährstoffe zu entziehen und in erntefähige Biomasse zu binden, so die Wissenschaftler.

Diese könne dann direkt vor Ort wieder als Futter genutzt werden. Damit komme es zum „Recycling“ der Nährstoffe. In dem Projekt wird die Pflanze den Forschern zufolge in einem mäßig nährstoffhaltigen Brauchwasser aus der Gänsehaltung angebaut und dann wieder direkt als Futter für die Gänse eingesetzt. Es ist geplant, die Fleischqualität der mit den Wasserlinsen gefütterten Gänse zu analysieren. Darüber hinaus sollen die Lagerfähigkeit der Wasserlinse sowie deren Eignung als Futtermittel in der Fischzucht und als Bestandteil von Futtermischrationen untersucht werden. Das Vorhaben „Reduktion des Nährstoffeintrags in Gewässer sowie Produktion von Futtermittel durch Wasserlinsen“ (ReWali) wird von den Europäischen Innovations-Partnerschaften für Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit in den kommenden drei Jahren mit rund 500.000 Euro gefördert. AgE
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