Wie schon 2021 startet auch dieses Jahr in Frankreich mit einer Vielzahl von Geflügelpest-Ausbrüchen. (Archivbild)
MAGO / Hans Lucas
Wie schon 2021 startet auch dieses Jahr in Frankreich mit einer Vielzahl von Geflügelpest-Ausbrüchen. (Archivbild)
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In Frankreich hat sich die Ausbreitung der Geflügelpest in den letzten Tagen stark beschleunigt. Nach Angaben des Pariser Landwirtschaftsministeriums waren gestern landesweit 102 Ausbrüche der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) in kommerziellen Nutztierhaltungen bekannt; an Ende vergangener Woche waren es lediglich 46 gewesen. Bei Wildgeflügel und in Privathaltungen sind aktuell 21 beziehungsweise fünf Fälle registriert. In den vergangenen Tagen ist in diesen Kategorien somit nur jeweils ein einziger neuer Nachweis hinzugekommen.

Die ersten Ausbrüche in der kommerziellen Geflügelhaltung Frankreichs waren nahe der belgischen Grenze beobachtet worden. Nun hat sich der Brennpunkt in den Südwesten des Landes verlagert; diese Region war bereits beim vorangegangenen Seuchenzug schwer getroffen worden. Von den aktuell bekannten Fällen befinden sich allein 57 im Département Landes. Betroffen ist vor allem die im Süden des Départements gelegene Landschaft Chalosse, in der die Haltung von Enten zur Produktion von Stopfleber von großer Bedeutung ist.

Nach Angaben des regionalen Bauernverbandes (FDSEA) ist davon auszugehen, dass das für den aktuellen Seuchenzug verantwortliche Virus ansteckender ist als vorhergehende Stämme und zudem Hühnervögel leichter infizieren kann. Von den bislang bekannten Infektionen entfallen laut FDSEA etwa 60 % auf Enten und 40 % auf Hühnervögel; in den Vorjahren seien zu 90 % Enten betroffen gewesen. AgE

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