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Tiermehl darf in der EU nun wieder an Schweine und Geflügel verfüttert werden.
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Tiermehl darf in der EU nun wieder an Schweine und Geflügel verfüttert werden.
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Brüssel gibt Tiermehl für Schweine und Geflügel frei. Ein Gutachten stützt die Entscheidung.

Die EU-Kommission hat Mitte August eine entsprechende Änderung der Verordnung über das Verfütterungsverbot angenommen, die die Verwendung von verarbeiteten tierischen Proteinen von Schweinen in Geflügelfutter und von Geflügel in Schweinefutter erlaubt. Im Jahr 2001 war aufgrund der Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (BSE) die Verfütterung von Tiermehlen zunächst befristet untersagt worden, im Jahr 2003 dann dauerhaft.

Verbot nicht mehr gerechtfertigt

Laut der Generaldirektion Gesundheit der EU-Kommission (DG Sante) stützt sich die aktuelle Entscheidung auf ein wissenschaftliches Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa), berichtet Agra-Europe. Bereits im April hatten das Europaparlament und der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF) grünes Licht gegeben.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüßte die Änderung als „einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Verwendung hochwertiger und nachhaltiger Futtermittel“. Zugleich setze die EU ihr langjähriges Engagement für die Einhaltung höchster Standards in der Tierernährung fort. Die DG Sante verwies auf wissenschaftliche Erkenntnisse, die zeigten, dass bestimmte, seit 2001 geltende Futtermittelverbote nicht mehr gerechtfertigt seien.

Insektenproteine für Schweine und Geflügel

Der Generaldirektion zufolge ist künftig eine breitere Verwendung von Schweine-, Geflügel- und Insektenproteine in Futtermitteln möglich, die aus lokaler Produktion in der EU stammten und den Ernährungsbedürfnissen bestimmter Kategorien von Schweinen und Geflügel entsprächen. Darüber hinaus werde die Lockerung zu einer nachhaltigeren und wettbewerbsfähigeren europäischen Landwirtschaft im Sinne der Farm-to-Fork-Strategie beitragen.

Die Internationale Plattform für die Nutzung von Insekten als Lebensmittel und Futter (IPIFF) begrüßte die Entscheidung der Brüsseler Behörde. Sie wertete die Genehmigung „als eine der wichtigsten regulatorischen Entwicklungen bei der Ausweitung des europäischen Insektensektors“.
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