Mit einem Futtermix aus regionalem Soja und anderen heimischen Leguminosen fällt die CO2-Bilanz deutlich besser aus.
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Mit einem Futtermix aus regionalem Soja und anderen heimischen Leguminosen fällt die CO2-Bilanz deutlich besser aus.
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Legehennenbetriebe können ihren CO2-Ausstoß massiv reduzieren, wenn sie bei der Fütterung auf heimische Leguminosen setzen. In der Eiererzeugung soll sich der Ausstoß sogar halbieren.

Das zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), die Thüringens Landwirtschaftsministerin Susanna Karawanskij, der Verein Donau Soja und der Geflügelhof Teichweiden kürzlich in Erfurt gemeinsam präsentiert haben. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Fütterung führe der Teichweiden-Futtermix, der aus regionalem, zertifizierten Soja und anderen heimischen Leguminosen bestehe, in der Eierproduktion zu einer Halbierung der CO2-Emisssionen, berichtete der Verein Donau Soja.

Nach dem Vorbild des Geflügelhofs Teichweiden könnten deutschlandweit etwa 1,3 Mio. t CO2 pro Jahr vermieden werden. Das entspreche den Emissionen der Gesamtbevölkerung von Jena. Deutschland habe ein enormes Potenzial beim Sojaanbau und der Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks in der Tierhaltung, so die Einschätzung des Vereins. Regionale gentechnikfreie Wertschöpfungsketten würden immer wichtiger und sollten bald zum Standard auch in Deutschland gehören. AgE

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