In den Niederlanden muss Geflügel drinnen bleiben.
picture alliance/ANP | Sander Koning
In den Niederlanden muss Geflügel drinnen bleiben.
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Die Geflügelpest zieht nicht nur in der deutschen Landwirtschaft weitere Kreise. Auch in Belgien, den Niederlanden und Polen gibt es neue Entwicklungen.

In Belgien gilt nun ein Aufstallungsgebot für Geflügel, um der Infektion der Tierbestände mit der Vogelgrippe vorzubeugen. Landwirtschaftsminister David Clarinval begründete die Entscheidung mit dem Fund einer Wildgans in Schilde, bei der die Infektion mit HPAI festgestellt worden sei. Es sei damit zu rechnen, dass sich der betreffende Virus erneut unter den Wildvögeln ausbreite.

Im Einzelnen verfügte das Agrarressort in Brüssel, das Geflügel in professionellen Geflügelbetrieben und in Hobbyhaltungen aufgestallt oder mit Netzen abgeschirmt werden muss. Davon ausgenommen sind Laufvögel. Der Kontakt der Tiere mit Regen- und Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang hätten, muss unterbunden werden.

Vorsorge in den Niederlanden

Unterdessen wurde in den Niederlanden der Bestand eines Mastgeflügelbetriebes in Tzum mit rund 122.500 Tieren wegen des Verdachts auf die Infektion mit dem Geflügelpestvirus des Typs H5 vorsorglich getötet. Nach Angaben des Haager Landwirtschaftsministeriums sind im Umkreis von 10 km um das betroffene Unternehmen weitere 14 Geflügelbetriebe ansässig. In den Niederlanden gilt seit dem 26. Oktober eine Aufstallungspflicht. Seitdem wurden dort rund 354.400 Tiere in insgesamt neun Betrieben vorsorglich gekeult.

Entenfarmen in Polen betroffen

In Polen wurden am Montag dieser Woche im Kreis Kalisz in der Wojewodschaft Großpolen gleich zwei HPAI-Fälle gemeldet. Dabei handelte es sich nach Angaben der Veterinärbehörden um zwei Entenfarmen mit zusammen rund 22.000 Tieren. Auch hier wurde sofort mit der Keulung der Bestände begonnen. Fachleuten zufolge handelt es sich bei dem Gebiet um eine der polnischen Geflügel-Hochburgen. In der betroffenen Gegend gebe es mehr als 200 gewerbliche Geflügelhaltungen. Entsprechend groß sei die Sorge, dass das Virus auf andere Betriebe überspringe. AgE

 

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