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Mobile Geflügelhalter dürfen in den von der Geflügelpest betroffenen Sperrzonen ihre Tiere nicht mehr im Freien halten.
IMAGO / Countrypixel
Mobile Geflügelhalter dürfen in den von der Geflügelpest betroffenen Sperrzonen ihre Tiere nicht mehr im Freien halten.
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Die Verdachtsfälle des hochansteckenden Vogelgrippe-Virus in Nordrhein-Westfalen haben sich bestätigt. Der Ausbruch ist in diesem Jahr früher und intensiver als in den Vorjahren.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat das hochansteckende Vogelgrippe-Virus (Influenza-A-Virus vom Subtyp H5N1) bei inzwischen getöteten 7.400 Puten in einem Mastbetrieb sowie bei 43.000 ebenfalls bereits getöteten Junghennen festgestellt. Beide Betriebe liegen in der Gemeinde Delbrück im Kreis Paderborn. Am 20. November 2021 ist die Viruserkrankung auch in einem unmittelbaren Kontaktbetrieb in Lippstadt im Landkreis Soest ausgebrochen. Hier mussten 8.600 erkrankte Putenhähne und 8.000 Putenküken vorsorglich getötet werden, teilt das Agrarministerium in Düsseldorf mit.

"Die Ausbrüche der Geflügelpest treffen die hiesige Geflügelwirtschaft schwer. Das nachgewiesene Virus ist sehr aggressiv und lässt die Tiere mit schweren Symptomen zahlreich verenden", sagte Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann: "Alle Geflügelhalter müssen nun höchste Achtsamkeit und Sorgfalt walten lassen." Die Geflügelpest tritt in diesem Winter früher und häufiger als in den Vorjahren auf.

Große Restriktionszonen

Unter anderem mit Schutzzonen im Umkreis von drei Kilometern und Überwachungszonen im Umkreis von zehn Kilometern um die betroffenen Betriebe sollen weitere Ansteckungen verhindert werden. Die eingerichteten Restriktionszonen reichen bis in die Kreise Gütersloh und Warendorf hinein. Hier gelten besonders strenge Auflagen für Geflügelhalter. Zur Eindämmung der Tierseuche müssen außerdem in den Kreisen Paderborn, Gütersloh und Soest im gesamten Kreisgebiet sämtliche Hühner, Puten und weiteres Geflügel im Stall bleiben. Darüber hinaus wurden im gesamten Land Geflügelausstellungen und -märkte verboten. Außerdem müssen Geflügelhändler im Reisegewerbe besondere Vorsichtsmaßnahmen einhalten, wenn sie weiterhin Geflügel aus dem Auto heraus verkaufen möchten. So muss das Geflügel längstens vier Tage vor dem Verkauf durch einen Tierarzt untersucht werden und bei Wassergeflügel muss die tierärztliche Untersuchung durch eine Laboruntersuchung ergänzt werden. Diese Präventionsmaßnahmen sollen die Verbreitung der Geflügelpest verhindern.


Der Text erschien zuerst auf agrarzeitung.de

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