In Brandenburg ist die Geflügelpest in einen Bestand mit 200 Enten, Gänse und Hühnern ausgebrochen.
picture alliance / Zoonar | Heiko Kueverling
In Brandenburg ist die Geflügelpest in einen Bestand mit 200 Enten, Gänse und Hühnern ausgebrochen.
Artikel anhören
:
:
Info
Abonnenten von agrarzeitung Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.

Die hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) breitet sich wieder mit hohem Tempo in West- und Nordeuropa aus. In Deutschland ist in Brandenburg ein Nutzgeflügelbestand betroffen. Auch in Dänemark ist die Geflügelpest wieder aufgeflammt.

Das Brandenburger Verbraucherschutzministerium bestätigte den ersten Fall der Geflügelpest vom Typ H5N1 in einem Nutzgeflügelbestand im Landkreis Spree-Neiße. Betroffen waren mehr als 200 Enten, Gänse und Hühner, die zuvor Krankheitssymptome gezeigt hatten. Durch das zuständige Veterinäramt wurden die in der Geflügelpest-Verordnung bei Feststellung der Tierseuche in einem Geflügelbestand vorgesehenen Maßnahmen eingeleitet. So wurde eine Schutzzone im Radius von 3 km und einer Überwachungszone im Radius von 10 km um den Ausbruchsbetrieb eingerichtet. Das im Ausbruchsbestand gehaltene Geflügel wurde auf Anordnung des zuständigen Veterinäramtes gekeult.

Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher zeigte sich besorgt, dass die Geflügelpest so früh im Herbst bei Nutzgeflügel festgestellt worden sei, bevor überhaupt ein Wildfund das Aufkommen der Seuche angezeigt habe. Die Ursache für die Infektion in Spree-Neiße ist ihr zufolge derzeit noch unklar. Nonnemacher appellierte daher erneut eindringlich an alle Geflügelhalter im Land, die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten und Kontakt zwischen Wildvögeln und dem gehaltenen Geflügel zu vermeiden.

Auch Dänemark betroffen

Unterdessen ist die hochansteckende Vogelgrippe nach Monaten wieder in einem dänischen Nutztierbestand aufgetreten. Nach Angaben der staatlichen Veterinär- und Lebensmittelbehörde handelt es sich um einen größeren Putenmastbetrieb mit rund 28.000 Tieren in der Gemeinde Slagelse im Westen Seelands.

Die zuständige Veterinärbehörde hat für heute die Keulung des gesamten Bestandes angekündigt und auch hier die Ausweisung der üblichen Quarantäne- und Sicherheitszonen veranlasst. Der letzte Ausbruch der Geflügelpest in der dänischen Landwirtschaft war am 5. Juli verzeichnet worden. Seit September wurden zudem rund 50 Funde infizierter Wildvögel gemeldet. AgE

Newsletter-Service agrarzeitung

Mit unseren kostenlosen Newslettern versorgen wir Sie auf Wunsch mit den wichtigsten Branchenmeldungen

 

    stats