Die Vogelgrippe ist in diesem Jahr besonders weit verbreitet.
IMAGO / Sven Eckelkamp
Die Vogelgrippe ist in diesem Jahr besonders weit verbreitet.
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Im Landkreis Vechta in Deutschland gibt es einen weiteren Fall von Vogelgrippe. Der Virus breitet sich auch in den Niederlanden und in Norditalien weiter aus.

Nach Angaben des Landkreises Vechta ist eine Putenhaltung in Goldenstedt mit 12.000 Tieren betroffen. Bei sechs toten Puten fielen Schnelltests auf das Vogelgrippevirus H5N8 positiv aus. Der Bestand sollte am gestrigen Sonntag gekeult werden. Der Fall ist der dritte Vogelgrippe-Ausbruch im Landkreis Vechta im Dezember.

Auftreten im Nordosten

In Mecklenburg-Vorpommern sind über die Weihnachtsfeiertage zwei neue Fälle von Geflügelpest aufgetreten. Betroffen sind eine Kleinsthaltung mit 14 Tieren im LK Ludwigslust-Parchim sowie ein Putenbestand mit ca. 20.700 Tieren im LK Rostock. In beiden Fällen wurde der derzeit dominierende Virustyp HPAI H5N1 nachgewiesen. Damit sind seit Oktober 2021 nun fünf Geflügelhaltungen und ein Tierpark in MV von der Geflügelpest betroffen. Hinzu kommen 44 HPAI-Nachweise bei Wildvögeln.

Weitere Fälle vor Weihnachten

Im bayerischen Landkreis Weilheim-Schongau war eine kleine Hobbyhaltung mit rund 20 Tieren betroffen. Einen größeren Ausbruch gab es zudem in einem Geflügelbetrieb in Garrel im Kreis Cloppenburg, wo gut 10.000 Puten getötet werden mussten. Allerdings handelte es sich hier um die niedrigpathogene Aviäre Influenza des Typs H5N3. Nach Angaben des Kreises gibt es bisher fünf Ausbruchsbetriebe mit insgesamt 74.900 Tieren, davon 37.200 Puten und 37.700 Enten. Indes hat sich die Seuchenlage in Italien weiter zugespitzt. Das norditalienische Forschungsinstitut zur Vorbeugung von Tierkrankheiten (IZSVe) stellte von Mitte Oktober bis zum 19. Dezember insgesamt 241 Infektionen in professionellen Betrieben fest.

In der Folge wurden insgesamt rund 9 Millionen Leghennen, Masthühner und Puten gekeult. Besonders betroffen sind die Regionen Veneto und Lombardei, wo die meisten großen Geflügelmastbetriebe ansässig sind. Das italienische Gesundheitsministerium plant zurzeit eine Verfügung, die betroffenen Betrieben die Neuaufstockung ihres Bestandes verbietet. Unterdessen mussten in den Niederlanden am Montag voriger Woche weitere 64.000 Stück Geflügel in insgesamt drei Betrieben bei Ysselsteyn in der Provinz Limburg wegen des Verdachts auf eine Infektion mit dem HPAI-Virus des Typs H5 vorsorglich getötet werden. Damit erhöhte sich die Zahl der seit dem Ausbruch der Seuche am 26. Oktober gekeulten Tiere in den Niederlanden auf insgesamt 508.390. Mit Material von AgE

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