Bisher sind neun Fälle von Geflügelpest bei gehaltenen Tieren in Niedersachsen bestätigt. (Archivbild)
picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Stefan Sauer
Bisher sind neun Fälle von Geflügelpest bei gehaltenen Tieren in Niedersachsen bestätigt. (Archivbild)
Artikel anhören
:
:
Info
Abonnenten von agrarzeitung Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.

Das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hat am Dienstag einen weiteren Fall von Geflügelpest in Niedersachsen festgestellt: Im Landkreis Harburg ist ein Bestand mit etwa 33.000 Geflügeltieren betroffen.

Damit sind bisher neun Fälle von Geflügelpest bei gehaltenen Tieren in Niedersachsen bestätigt. Bei Wildvögeln wurden bislang 25 Feststellungen verzeichnet. Betroffen sind die Landkreise Aurich, Cuxhaven, Friesland, Harburg, Leer, Osnabrück, Osterholz, Stade, Wesermarsch sowie die Stadt Wilhelmshaven, teilt das niedersächsische Agrarministerium mit.

„In den vergangenen Tagen hat sich leider bestätigt, was wir bereits befürchtet hatten: Die Dynamik der Geflügelpest ist noch einmal größer als 2020. Nun gilt es, alle Vorsorgemaßnahmen strikt einzuhalten. Dazu gehören die Biosicherheit, die Kontaktbeschränkung auf das notwendige Maß und die Einhaltung der Aufstallungsanordnungen. Jeglicher Kontakt zu Wildvögeln ist zu vermeiden", erklärt Agrarministerin Barbara Otte-Künast (CDU). 

Beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg wurde ein Krisenkoordinationsstab angeordnet. Otte-Künast steht dem Landeslenkungsstab vor, der sich aus einem interministeriellen Krisenstab, Verbänden, Kammern und Vertretern der Tierseuchenkasse zusammensetzt. Außerdem wurde das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) einbezogen.  Die Aufstallungsgebote der Landkreise sind im Internet aufgeführt. In Niedersachsen werden rund 106,6 Millionen Geflügeltiere in 53.650 Beständen gehalten.

Der Text erschien zuerst auf agrarzeitung.de

    stats