Weniger Mischfutter verkauft

Die Sparte Raiffeisen-Märkte verbucht Umsatzzuwächse. In Friesoythe hat GS Agri einen neuen Raiffeisen-Markt eröffnet.
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Die Sparte Raiffeisen-Märkte verbucht Umsatzzuwächse. In Friesoythe hat GS Agri einen neuen Raiffeisen-Markt eröffnet.
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Die Genossenschaft aus Schneiderkrug blickt auf ein turbulentes Geschäftsjahr zurück. Der Futterabsatz für Puten ist schwierig, Aufwind dagegen für Bio-Futter. Eröffnet wurde auch ein neuer Standort.

Nach zwei Jahren unter Pandemie-Bedingungen konnte in diesem Jahr wieder eine Generalversammlung in Präsenz bei der GS in Schneiderkrug stattfinden. Das Jahr war für das Unternehmen herausfordernd, heiß es am vorigen Freitag in Schneiderkrug. Das turbulente Tagesgeschäft sei stark von der anhaltenden Pandemie, haussierenden Rohwarenmärkten und erhöhten Energiepreisen getrieben worden. Dabei habe sich GS weiter zukunftsfähig positionieren können.

Über alle Geschäftsbereiche und internen Service-Center hinweg wurden neben dem Tagesgeschäft große Schritte in Richtung Weiterentwicklung getan, so die Genossenschaft. Von Digitalisierungs-Prozessen, Überarbeitung/Optimierung von Abläufen und Prozessen und dem Zusammenschluss mit wichtigen Partnern wie der Fleming- und Wendeln-Gruppe habe das Jahr 2021 gezeigt, dass die Strategie einer Genossenschaft mit breitem Produktangebot für die Mitglieder, Kunden und Einwohner der Region aufgehe und gut angenommen werde. „In jedem Geschäftsbereich“, so betonte Cord Schiplage, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, in seiner Präsentation – „werden große Anstrengungen unternommen, unsere Mitglieder und Kunden im hier und jetzt zu unterstützen und gleichzeitig den Blick auf die Themen über den Tellerrand hinaus zu haben.“ Der positive Effekt dieser Strategie zeige sich in der Entwicklung des Gesamtumsatzes, der im Jahr 2021 rund 400 Mio. € beträgt. Ein Jahr zuvor waren es rund 352 Mio. €.

Biofutter floriert

Im Bereich GS agri haben sich die abgesetzten Mengen des konventionellen Mischfutters im vorigen Jahr tendenziell rückläufig entwickelt. Insgesamt wurden rund 540.000 t verkauft, rund 40.000 t weniger als ein Jahr zuvor. Dies für die Genossenschaft vor allem auf das schwierige Putenfuttergeschäft zurück. In den anderen Tierarten Schwein und Rind konnten die Mischfuttermengen gehalten und damit Marktanteile hinzugewonnen werden.

Im Gegensatz dazu konnte der Bereich GS bio mit dem ökologischen Futter eine Steigerung des Absatzes um über 10 Prozent auf rund 48.000 t erreichen. Zusammen mit der Bio-Eichenmühle wurden in der gesamten GS-Gruppe im vorigen Jahr 85.000 t Bio-Mischfutter hergestellt.

Der Bereich GS agri - Landwirtschaft konnte sein Umsatzvolumen trotz der mittlerweile üblichen Herausforderungen beim Wetter halten, und dies unter Berücksichtigung der Herausforderungen mit der neuen Düngeverordnung und der Ausweisung der Roten Gebiete.

Großes Plus mit Baustoffen

Der Baustoffhandel der GS – GS bau – hat 2021 von anhaltend hohem Bauaufkommen und Gebäudesanierungsbedarf profitiert. Hier wurde der Umsatz um 50 Prozent auf knapp 39 Mio. € erhöht. Besondere Einflussfaktoren waren laut Unternehmen die drei hinzugekommenen Standorte in Rhede, Sögel und Esterwegen und der Ausbau der Kompetenzen mit Musterausstellung in Schneiderkrug beim Thema Innenausbau.

Die GS Raiffeisen-Märkte verzeichneten ebenfalls eine Umsatzsteigerung auf rund 7,3 Mio. €. Der Geschäftsbereich GS energie konnte trotz stetig steigender Energiepreise einen wichtigen Anteil an der regionalen Versorgung mit Energie- und Brennstoffen leisten. Der Absatz stabilisierte sich dabei bei rund 110 Millionen Litern an umgesetzten Mineralölerzeugnissen. „GS energie ist und bleibt ein stabiles Geschäftsfeld innerhalb der GS und wir stellen uns auch hier den Themen der Zukunft insbesondere im Bereich der alternativen Antriebsformen“ so Friedhelm Sander, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und verantwortlich für die Bereiche GS bau, GS energie und GS Raiffeisenmarkt. Er ist seit dem 1. November 2021 Mitglied des Vorstands.

Des Weiteren wurde im vorigen Jahr ein neuer Standort in Friesoythe eröffnet. Hier finden sich eine Tankstelle mit Shop und Waschanlage, einer der größten GS-Raiffeisen-Märkte sowie eine landwirtschaftliche Geschäftsstelle von GS agri.

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