Die Nutzung von Insekten ist für IPIFF eine der Antworten angesichts der Herausforderungen von Ernährungssicherheit und nachhaltiger Landwirtschaft.
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Die Nutzung von Insekten ist für IPIFF eine der Antworten angesichts der Herausforderungen von Ernährungssicherheit und nachhaltiger Landwirtschaft.
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Um die Vorteile von Insekten stärker zu nutzen, sollen neue Futtersubstrate für die Insektenzucht erforscht werden und ebenso der Einsatz von Insektenmehl als Dünger. So formuliert die internationale Plattform der Insekten für Lebens- und Futtermittel- IPIFF – ihre Forschungsprioritäten.

In einem Workshop wurde die aktualisierte IPIFF-Forschungsbroschüre von dem für Forschungsfragen zuständigen Mitglied des IPIFF-Exekutivausschusses, Rui Nunes, vorgestellt. Die Erforschung neuer Futtersubstrate für Zuchtinsekten, der Beitrag von Insektenmehl als Düngemittel und die gesundheitlichen Vorteile von Insekten in Lebens- und Futtermitteln wurden als Hauptprioritäten für den europäischen Insektensektor genannt. "Mit dieser aktualisierten Version der Broschüre wollen wir bestimmte Prioritäten hervorheben, die als äußerst wichtig für die Unterstützung des nachhaltigen Wachstums des europäischen Insektensektors eingestuft wurden. Gleichzeitig würde die Umsetzung dieser Prioritäten durch EU-finanzierte Projekte eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Ziele der EU-Strategie 'Vom Bauernhof auf den Tisch' spielen.

Mehr als 150 Teilnehmer aus der Europäischen Union und darüber hinaus trafen sich online zum Workshop mit dem Titel "Neue Horizonte für die Insektenzucht: die Rolle von Forschung und Innovation bei der Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit", der von der Internationalen Plattform für Insekten im Lebens- und Futtermittelbereich (IPIFF) veranstaltet wurde.

Wie die IPIFF-Präsidentin Adriana Casillas in ihrer Eröffnungsrede betonte, haben globale Krisen wie die COVID-Pandemie, die Klimaerwärmung und der jüngste Krieg in der Ukraine deutlich gemacht, dass sich unsere Lebensmittelsysteme rasch anpassen und nachhaltige Lösungen finden müssten. „Die Bewältigung dieser globalen Herausforderungen erfordert die Entwicklung und Annahme neuer Forschungs- und Innovationsansätze.“

Dr. Leonard Mizzi, Referatsleiter bei der GD INTPA, betonte, wie wichtig es sei, die Einführung innovativer Lösungen zu beschleunigen und die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft zu stärken, um das Lebensmittelsystem angesichts künftiger Herausforderungen und damit verbundener Fragen der Ernährungssicherheit, möglicher künftiger Pandemien und des Klimawandels robuster zu machen. Magdalena Gajdzinska, Policy Officer bei der GD RTD, hob hervor, wie die Aufforderungen der Horizont-Europa-Projekte, einschließlich derjenigen zu alternativen Proteinen, mit den globalen Herausforderungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft und den internationalen Forschungsprioritäten in Einklang stünden. Beide Vertreter der EU-Kommission sahen in der Insektenproduktion eine vielversprechende Lösung zur Bewältigung der oben genannten Herausforderungen.

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