Image besser als wahrgenommen

Prof. Wilhelm Windisch
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Die Themenkomplexe der öffentlichen Diskussion über Landwirtschaft werden vor allem von den Social Media bestimmt.

Dies stellte Dr. Andreas Möller, Autor und Kommunikationsfachmann, auf der öffentlichen Vortragstagung der 66. Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft für Wirkstoffe in der Tierernährung vergangene Woche in Königswinter fest. Rekorde beim Weizenpreis schüren weltweit die Angst vor Unruhen. Zur politischen Interessenswahrnehmung der Landwirtschaft berichtete Möller, dass Landwirte in Bundes- und Landesparlamenten deutlich unterrepräsentiert sind.  Auch habe die Landwirtschaft im vorigen Bundestagswahlkampf keine Rolle gespielt. Obwohl 57 Prozent der deutschen Bevölkerung im ländlichen Raum lebt, habe sich die Wahrnehmung der Landwirtschaft stark gewandelt. Selbst für die ländliche Bevölkerung gebe es kaum Kontakt zu Nutztieren. Dagegen steige in der städtischen Bevölkerung die Erwartungshaltung bezüglich der Bedarfsdeckung und kurzfristiger Verfügbarkeit von Lebensmitteln inflationär. Dennoch zeige sich das Image der Landwirte im Berufsranking besser als von ihnen selbst wahrgenommen.

Prof. Wilhelm Windisch, Ordinarius für Tierernährung an der Technischen Universität München, arbeitete heraus, dass Biomasse nicht verschwendet werden dürfe, weder die essbare noch die nicht essbare, die von der Landwirtschaft im Verhältnis 1:4 produziert werde, und forderte eine Priorisierung in der Reihenfolge Teller, Trog und Tank. Daraus ergebe sich, dass die Nutztierfütterung idealer Partner veganer Lebensmittel sei, um die nicht essbaren Anteile der Biomasse zu verwerten und zu Lebensmittel umzuwandeln. Dennoch komme es in der Nutztierernährung darauf an, die Futtereffizienz zu optimieren, um mit der Biomasse mehr Leistung und weniger Emissionen zu erzeugen.

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