Die Deutsche Bahn AG unterstützt ebenfalls den Aufbau alternativer Transportwege aus der Ukraine.
DB/Oliver Lang
Die Deutsche Bahn AG unterstützt ebenfalls den Aufbau alternativer Transportwege aus der Ukraine.
Artikel anhören
:
:
Info
Abonnenten von agrarzeitung Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.

Der Aufbau alternativer Transportrouten für die Ausfuhr von Getreide aus der Ukraine nimmt Fahrt auf. Nach Polen und Deutschland will nun auch die USA helfen.

Auch die USA schalten sich jetzt in den Aufbau alternativer Transportrouten aus der Ukraine ein.  Laut CNN haben Vertreter der US-Regierung mit internationalen Verbündeten Möglichkeiten zur Ausweitung der bestehenden Handelsrouten jenseits der von Russland blockierten ukrainischen Seehäfen erörtert. Dabei soll eine breite Palette von Optionen über die Schiene, auf dem Seeweg und sogar per Luftfracht diskutiert worden sein.

Wie der Nachrichtendienst Ukrinform ergänzend berichtete, wird nach Angaben der Ständigen Vertreterin der USA bei den Vereinten Nationen (UN), Linda Thomas-Greenfield, zudem „auf internationaler Ebene“ über die Etablierung „humanitärer Korridore“ für Lebensmittellieferungen aus der Ukraine in dringend darauf angewiesene Länder diskutiert. Damit wird offenbar ein Vorschlag des Ukrainischen Getreideverbandes (UGA) aufgegriffen, der sich schon seit Wochen für einen solchen Ansatz stark macht.

Auch Deutschland hat damit begonnen, die Ukraine beim Getreideexport zu unterstützen. Nach Angaben von Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing hat die Gütertochter der Deutschen Bahn, DB Cargo, damit begonnen, die „Schienenbrücke“ dahingehend zu befähigen, künftig große Mengen an Agrarprodukten aus der Ukraine zu den Nordsee- und Adriahäfen zu transportieren. Der Vorstandschef der Deutschen Bahn, Richard Lutz, geht davon aus, dass künftig zwei bis drei Züge pro Tag über Polen nach Westeuropa gehen können. AgE

    stats