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Die deutschen Futtermittelhersteller haben im Kalenderjahr 2018 nach den vorläufigen statistischen Erhebungen insgesamt 23,8 Millionen Tonnen Mischfutter hergestellt. Dieses leichte Minus von einem Prozent zum Vorjahr veröffentlichte der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) bei seiner Jahrespressekonferenz Anfang April. Der Rückgang der Mischfutterproduktion erklärt sich vor allem durch die Marktanpassungen bei der deutschen Schweineproduktion. DVT-Präsident Jan Lahde erläuterte dazu: „Es ist festzustellen, dass die Veränderungen in der tierischen Veredelung nicht ohne Anpassung der strukturellen Veränderungen unserer Branche bleiben.“

Deutschlandweit wurden 2018 etwa 9,5 Millionen Tonnen Schweinemischfutter hergestellt. Das sind 264.000 Tonnen weniger als im Vorjahr (-2,7 Prozent). Auch im Legehennenfutter ist ein Produktionsrückgang zu verzeichnen. Hier wurden 2018 deutschlandweit 2,2 Millionen Tonnen Mischfutter produziert. Das entspricht einem Rückgang von 88.750 Tonnen (-3,82 Prozent). Die Rinder- und Milchviehfutterproduktion blieb dagegen weitgehend stabil.

Strukturanpassungen und sichere Marktnischen

Im Wirtschaftsjahr 2017/2018 wurden in Deutschland 299 Mischfutterbetriebe registriert, zehn weniger als im Vorjahr. Im Durchschnitt produzierte ein Werk in Deutschland im Wirtschaftsjahr 2017/2018 rund 80.065 Tonnen Mischfutter und damit rund 2.500 Tonnen mehr als im Vorwirtschaftsjahr. Insgesamt sind zwei Trends zu beobachten: Zum einen erweitern einige Mischfutterunternehmen ihre Kapazitäten, um die Produktionskosten weiter zu senken. Dies zeigt sich besonders durch den Ausbau von Werken in den Größenklassen oberhalb von 100.000 Tonnen. Diese konnten ihre Marktanteile um etwa 2 Prozent ausbauen. Zum anderen zeigt sich, dass kleinere Mischfuttermühlen sehr marktstabil sind und ihre Nischen gefunden haben. Hier bleiben derzeit die Anzahl der Betriebe und deren Marktanteil deutschlandweit konstant.

Rahmenbedingungen erschweren heimische Produktion

Anhaltender Kostendruck und geringe Erlöse bei der derzeitigen Marktsituation, aber insbesondere die Auswirkungen der Düngeverordnung sowie die Umsetzung der Tierwohl-Programme lassen die hiesigen Tierbestände vor allem in Norden und im Süden der Republik nach Verbandseinschätzung weiter schrumpfen. Der DVT vermutet, dass eine solche Entwicklung sich auch entsprechend auf die Mischfutterbranche auswirkt.

Für die Zukunft der Tierhaltung in Deutschland und politischen Entscheidungen betont DVT-Präsident Lahde: „Der Standard der deutschen Veredelungswirtschaft, den wir uns über Jahrzehnte erarbeitet haben, ist weltweit betrachtet auf Top-Niveau. Wir wünschen uns eine gesunde Balance zwischen Umwelt- und Wirtschaftspolitik. Denn wir wollen weiterhin die heimische Erzeugung von tierischen Lebensmitteln sichern. Es drohen sonst Marktanteilsverluste durch Importe aus Regionen, in denen wir unsere gesellschaftspolitischen Vorstellungen nicht umsetzen können.“

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