Mit dem neuen Mineralkomplex könnenn Masthähnchen Futter besser verwerten.
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Mit dem neuen Mineralkomplex könnenn Masthähnchen Futter besser verwerten.
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Mit dem neuentwickelten Produkt HumIPHORA soll die Versorgung von Masthähnchen mit Phosphat noch besser gelingen. Es soll die Verwertung anderer Nährstoffe im Darm deutlich verbessern.

Dieses Kalzium-Humophosphat ist in das Europäische Futtermittelregister eingetragen (008979-DE). Damit bietet Phosphea ein Phosphat an, das hochwertigen Phosphor liefert und zu einer besseren Verwertung anderer Nährstoffe, insbesondere Phosphor auf pflanzlicher Basis, beiträgt. Durch die Beeinflussung einiger nährstofffeindlicher Faktoren auf Grund seiner chelatbildenden Eigenschaften reduziert HumIPHORA die Aufnahme von Phosphat in Rezepturen im Vergleich zu herkömmlichen Quellen auf dem Markt.

HUMIPHORA®, ein Futtermittel-Ausgangserzeugnis, das für die Interaktion mit der Futtermittelmatrix im Darm entwickelt wurde. HumIPHORA ist das Ergebnis des gemeinsamen Know-hows von Phosphea über Phosphat und der Groupe Roullier über Huminstoffe. HumIPHORA liefert zum einen mineralischen Phosphor und kontrolliert andererseits die nährstofffeindliche Wirkung von Kalzium. Obwohl Kalzium für das Wachstum von Masthühnern unerlässlich ist, kann es bei unvorsichtiger Verwendung eine ernährungshemmende Wirkung haben. Während des Verdauungsprozesses gelangt das gelöste Kalzium in den Darm, wo der pH-Wert höher ist: Es kann Komplexe mit anderen Nährstoffen wie Proteinen, Orthophosphaten oder Phytinsäure bilden. Die chelatbildenden Eigenschaften von HumIPHORA würden diese Rekomplexe begrenzen und damit unter anderem die Verwendung von Phosphor auf pflanzlicher Basis im Futter.

Geringere Phosphataufnahme

Vier Versuche, die in Frankreich und den Niederlanden zwischen 2019 und 2021 durchgeführt wurden, belegen die Wirksamkeit von HumIPHORA. Mit HumIPHORA wurde die Phosphataufnahme im Futter reduziert, mit oder ohne Phytase. Diese Studien zeigten zum einen, dass der Phospho-Calcium-Status von Masthähnchen und Legehennen erhalten blieb, was bestätigt, dass die Tiere trotz des verringerten Phosphateintrages keinen Phosphormangel hatten. Andererseits wurde bei Masthähnchen in 3 Versuchen eine Stabilität oder sogar eine Verbesserung der Futterverwertung von 1 Masthähnchen in 3 Versuchen beobachtet. Gleichzeitig wurde ein Rückgang der Phosphorausscheidung in die Einstreu gemessen, der zwischen -14% und -21% in 2 Versuchen gemessen. Dies bestätigt, dass eine Maximierung des Phosphoreinsatzes auf pflanzlicher Basis stattgefunden hat.

In Europa bereits erhältlich

Schließlich wurde ein In-vitro-Test im Centre Mondial de l'Innovation der Groupe Roullier durchgeführt, der eine Verbesserung der Adsorption verschiedener Mykotoxine durch die HumIPHORA Behandlung zeigt. Dies bestätigt die chelatbildenden Eigenschaften von Calciumhumophosphat. HumIPHORA liefert 21,6 % Phosphor und 15 % Kalzium. Basierend auf den durchgeführten Studien und des aktuellen Wissensstandes empfiehlt Phosphea daher eine um 15% reduzierte Einmischung bei der Verwendung von HumIPHORA in der Futterformulierung im Vergleich zu einem MCP für Masthähnchen.

Das Produkt ist bereits in Europa erhältlich. Im Jahr 2023 wird es in Südamerika eingeführt, mit Schwerpunkt auf dem brasilianischen Markt. Im Jahr 2024 ist die Markteinführung in Indien und Nordamerika geplant. Schließlich wird Phosphea die Einführung von HumIPHORA in Afrika und im Nahen Osten bis 2026 umsetzen.

Über Phosphea

Phosphea, eine Tochtergesellschaft der Groupe Roullier und Spezialist für Lösungen auf Mineralienbasis, bietet Produkte an, die den spezifischen ernährungsphysiologischen und technologischen Anforderungen für alle Tierarten und Hersteller entspricht. Mit einer Produktionskapazität von 970 kt verfügt Phosphea über 7 Werke, davon 2 in Frankreich, 2 in Spanien, 1 in Serbien und 2 in Tunesien. Das Unternehmen beschäftigt 450 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 300 Mio. Euro im Jahr 2020 in mehr als 100 Ländern. www.phosphea.com

 

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