Gängige Einstreu kann ohne Nachteile durch Schilf ersetzt werden. Der Anbau ist zudem noch vorteilhaft für die Umwelt.
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Gängige Einstreu kann ohne Nachteile durch Schilf ersetzt werden. Der Anbau ist zudem noch vorteilhaft für die Umwelt.
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Rinderhalter können anstelle von Stroh auch bedenkenlos Schilf als Einstreu für ihre Ställe nutzen. Das zeigen Experimente, die das französische Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Lebensmittel und Umwelt (INRAE) auf einem seiner Versuchsgüter durchgeführt hat.

Das Schilf hat laut INRAE gegenüber der gängigen Einstreu keine Nachteile aufzuweisen. Weder habe es Unterschiede in hygienischer Hinsicht gegeben, noch seien negative Auswirkungen auf die Tiergesundheit aufgetreten. Auch hinsichtlich der Handhabung und des Düngewerts des Mists seien keine Nachteile aufgefallen. Bezüglich der finanziellen Aspekte ist die Alternative Schilf laut dem INRAE umso wettbewerbsfähiger, je näher der Anbau am Betrieb liegt.

Die Kultur weise zudem zahlreiche Umweltvorteile auf und fördere unter anderem die Artenvielfalt sowie die Wasserqualität. Nach Angaben des Forschungsinstituts hat das betreffende Versuchsgut nach Abschluss des Experiments eine eigene Schilfkultur angelegt, um unabhängiger von zugekaufter Einstreu zu werden. AgE

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